1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. SCP muss Platz schaffen

  6. >

Preußen Münster

SCP muss Platz schaffen

Alexander Heflik

Münster. Rein rechnerisch könnte für den SC Preußen Münster die neue Saison bereits beginnen. Ganz aktuell hat der Tabellenführer der Fußball-Oberliga 21 Spieler für die neue Serie unter Vertrag, dabei sind die vier Zugänge Guerino Capretti (Delbrücker SC), David Buchholz (VfL Bochum 2), Marvin Bakalorz (eig. A-Jugend) sowie Mike Wunderlich (1. FC Köln 2), der bei Trainer Roger Schmidt im Wort steht, eingerechnet. Nun aber stehen Teammanager Carsten Gockel und Coach Schmidt vor schwierigen Gesprächen. „Sechs bis acht Neuzugänge werden wir haben“, erklärt der 41 Jahre alte Übungsleiter. An dieser Stelle könnte es kollidieren mit der Zielsetzung eines 23-köpfigen Aufgebots in der Spielzeit 2008/09. Drei Torleute und 20 Feldspieler soll der neue SCP umfassen. Die Qualität innerhalb des Kader einen deutlichen Schub erfahren.

Konsequenz: Die sportliche Leitung des SCP wird sich von Spielern trennen müssen. Sechs Verträge laufen aus, Marco Antwerpen wird nicht bleiben. Bei Massimo Ornatelli steht einer Verlängerung wenig im Weg, auch Torwart Max Schulze Niehues soll gehalten werden. Offene Hängepartien sind Selcuk Dede und Ivica Ivicevic, während ein Verbleib von Peter Endres, der in der Oberliga nur auf zwei Kurzeinsätze kam und immer im Schatten von SCP-Eigengewächs Jens Wissing stand, nahezu unwahrscheinlich ist.

Zudem gibt es Wackelkandidaten mit Ahmet Aktas, Philipp Brüggemeyer und Sven Krause, deren Einsatzzeiten gering waren. Allerdings besitzt das Trio Anschlussverträge, und Carsten Gockel hat erklärt, das bestehende Vertragsverhältnisse nicht einfach aufgelöst werden. Aber: „Jeder kann sich eins und eins zusammenrechnen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, in der nächsten Saison beim SCP spielen zu können, wenn es in dieser Spielzeit nicht dazu gereicht hat.“

Es ist eine Tatsache, dass bei den Preußen Platz im Aufgebot geschaffen werden muss, damit weitere Zugänge geholt werden können. Rene Müller vom Zweitliga-Absteiger SC Paderborn bleibt ein ganz heißer Kandidat. An dem früheren Paderborner Dominik Peitz hätte man Interesse, doch der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler von Werder Bremen 2 will in die zweite Bundesliga wechseln. Auch Philipp Böwing-Schmalenbrock, 19-facher Torschütze für SF Lotte in der Oberliga, wird beim SCP weiter diskutiert. Doch möglicherweise nimmt die Suche nach spielerischer Qualität neue Dynamik an, wenn die Entscheidungen in der Regionalliga gefallen sind.

„Wir sind in einer sehr guten Situation. Der Kader für die nächste Saison steht zu 70 bis 80 Prozent“, sagt Trainer Schmidt. Er wird in den nächsten Tagen das erste Vier-Augen-Gespräch mit den Spielern führen, denen ein Vereinswechsel nahe gelegt wird.

Derweil ist es ein offenes Geheimnis, für welche Positionen die Preußen schlagkräftige Verstärkungen suchen. Ein kopfstarker Innenverteidiger, ein aggressiver Mittelfeldspieler und ein Angreifer von Format stehen mindestens auf der Wunschliste. Ex-Preuße Müller würde in das Profil sicherlich passen.

Startseite