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Filmrezensionen

„Seelenvögel“: Die Kraft der Hoffnung

Hans Gerhold

Drei an Leukämie erkrankte junge Menschen hat Dokumentarfilmer Thomas Riedelsheimer („Rivers and Tides“, „Touch the Sound“) über drei Jahre mit der Kamera begleitet und sich ihnen im besten Wortsinn angenähert.

Der sechsjährige Wonneproppen Lenni, 6, Fußballspieler Richard, 10, und die Gedichte schreibende Pauline, 15, erleben mit ihren Familien all die mit Lachen, Weinen und Wut verbundenen Höhen und Tiefen, Zweifel und Hoffnungen.

Sie entwicklen dabei einen Sinn fürs Leben, das im Fall von Lenni einen erstaunlichen Verlauf nimmt, als seine Krankheitswerte sich positiv ändern. Seit er weiß, dass seine Mutter schwanger ist, freut er sich aufs Neugeborene.

Filme wie dieser wirken durch die Kraft des Faktischen, das hier die Kraft der Hoffnung ist und die Teilnahme an Erfahrungen, bei denen der Nicht-Kranke - bei aller Einfühlung - immer außen vor bleiben muss. Die Ausstrahlung der drei jungen Helden jedenfalls bewegt. Der Dokumentarfilmpreis des Biberacher Filmfests ist sicher nicht die letzte Auszeichnung für den Film.

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