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Sieben Tore sind zu wenig

Münster. Die Handball-Damen der Westfalia Kinderhaus haben in Abwesenheit ihres neuen Trainers Alfred („Aki“) Korthaneberg am vierten Spieltag die erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Unter Interimscoach Jochen Reinhardt...

Sebastian Vogel

Münster. Die Handball-Damen der Westfalia Kinderhaus haben in Abwesenheit ihres neuen Trainers Alfred („Aki“) Korthaneberg am vierten Spieltag die erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Unter Interimscoach Jochen Reinhardt, der nun wieder als Assistent auf die Bank zurückkehren wird, verspielte der Verbandsligist eine Sieben-Tore-Führung und unterlag am Ende gegen die abgeklärter auftretende HSG Euro mit 22:24 (13:9).

„Ich hätte jetzt natürlich gerne eine SMS an Aki mit dem umgekehrten Ergebnis geschickt“, trauerte Reinhardt nach der Schlusssirene den verpassten Punkten hinterher. „Dass es nicht geklappt hat, ist sehr schade – vor allem, weil zumindest ein Unentschieden gerecht gewesen wäre.“ Lange Zeit wähnte sich seine Mannschaft sogar auf der Siegerstraße, denn sie begann furios. Nach gut einer Viertelstunde lief ein münsterischer Tempogegenstoß nach dem anderen, ein 3:4-Rückstand wandelte sich in ein 9:4 Polster. „Standby“-Torhüterin Christina Haufe hielt hinten dicht, vorne trafen ihre Kolleginnen nach Belieben: Der Vorsprung wuchs nach 24 Minuten auf 12:5 an. Auch wenn die Gastgeberinnen danach ein wenig schwächelten und Kristin Duwenbeck wegen einer Oberarmverletzung verloren, retteten sie ein 13:9 in die Halbzeit.

Danach folgte eine Aufholjagd der Gäste, die tatkräftig durch Kinderhaus unterstützt wurde. Denn die Damen blieben ganze sieben Minuten ohne Torerfolg, so dass ihr Vorsprung beim 18:18 wieder aufgebraucht war (47.). Die Münsteranerinnen kamen mit der konsequenten 6:0-Deckung der HSG nicht zurecht, zeigten Schwächen im Positionsspiel und verkrafteten den Ausfall von Duwenbeck nicht.

Einzig die starke Nadine Schandelmeier traf hin und wieder per Strafwurf. Doch als sie drei Minuten vor dem Abpfiff die erste Zeitstrafe im Spiel überhaupt kassierte, zog die HSG auf 23:21 davon. Schandelmeier durfte wieder auf das Feld, verwandelte direkt einen Siebenmeter. Noch 30 Sekunden zu spielen, 22:23 aus Sicht der Westfalia. Aber dann überlief die ehemalige Bundesligaspielerin Bettina Uphoff die gesamte Hausdamen-Abwehr und sorgte für die endgültige Entscheidung.

Westfalia: Schandelmeier (9/4), Geschwandtner (3/1), Vössing (3), Frehe, Brinkhus (je 2), Nauermann, Duwenbeck, Flötotte (je 1).

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