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Sinnvolle Projektwoche

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Münster. Als Klaus Sumowski, Sportlehrer an der Realschule im Kreuzviertel, sich Gedanken über sein Thema für die Projektwoche machen musste, kam ihm gleich der Gedanke Fußball in den Kopf. „Wenn man die meisten Schüler fragt, was sie für ein Projekt machen wollen, fällt der Begriff Fußball fast zwangsläufig“, begründet er seine Wahl.

Da das Fußballspiel allein jedoch nicht als Projekt an einer Schule geeignet wäre, kam Sumowski der Einfall, eine Fußballschiedsrichter-Ausbildung anzubieten. „Es war nur so eine Idee, bei der ich am Anfang nicht wusste, ob das überhaupt geht. Da hab ich einfach mal eine Mail an den KreisSchiedsrichterausschuss geschrieben."

Kreisschiedsrichter-Lehrwart Torsten Kaatz war sofort begeistert von der Idee und sagte die Unterstützung des Kreises zu. An drei Projekttagen besuchte er die Schule und half in Theorie- und Praxiseinheiten mit, die Teilnehmer zu schulen und auf eine mögliche Prüfung am Ende vorzubereiten. Mit großem Erfolg: 22 der 26 Teilnehmer aus den Jahrgangsstufen sieben bis zehn stellten sich am Ende der Prüfung zum Erwerb eines offiziellen Schiedsrichterscheins. Dort mussten sie 30 Regelfragen beantworten und verschiedene Lauftests absolvieren. Am Ende hatten 15 Prüflinge bestanden.

„Wir würden uns natürlich sehr über viele Nachahmer freuen und jede Schule wie auch in diesem Fall tatkräftig unterstützen“, verspricht Kaatz und fügt hinzu: „Wenn am Ende auch nur einer weiter dabei bleibt, ist uns schon geholfen.“

Gleichzeitig weist er deshalb noch mahnend darauf hin, dass es immer kritischer um den Schiedsrichter-Nachwuchs in der Region bestellt sei und bei anhaltendem Trend in Zukunft immer mehr Spiele nicht mehr mit Unparteiischen vom Kreis besetzt werden könnten.

Den Schulen entstehen dabei keine Kosten. Gebühren für Referenten und Material werden vollständig vom Land übernommen.

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