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So lief die Wahl des neuen Bischofs

Johannes Loy

Münster - Nicht im Kapitelszimmer des Domes, sondern im Empfangszimmer des Bischofshauses lief die Wahl des neuen Bischofs von Münster ab. Dies erzählte Dompropst Josef Alfers Freitag nach Bekanntgabe des neuen Bischofs.

„Wenn wir uns im Dom getroffen hätten, wäre dies sicher viel zu auffällig gewesen“, sagt Alfers. Auch sei das Kapitelszimmer nicht entsprechend abzuschließen. Am dritten Advent abends kamen die Domkapitulare also im Schutz der Dunkelheit zusammen und wählten.

Welche anderen Namen außer Felix Genn auf der Liste standen, darüber hüllen sich die Wähler natürlich in Schweigen. Genn scheint aber auf jeden Fall der Mann der Wahl gewesen zu sein, und höchstwahrscheinlich hat kein Einheimischer auf der Liste gestanden.

Am Montagmorgen nahm der älteste Weihbischof, Heinrich Janssen aus Xanten, einen ersten Kontakt mit Genn auf, um ihn vorsichtig mit dem Ergebnis der Wahl vertraut zu machen. Dieser musste sich offenbar zunächst sammeln. „Und er hat sicher auch gebetet“, meint Josef Alfers.

Abends dann hat Janssen Genn dann nochmals angerufen und auch dessen Zustimmung erhalten. Am Dienstagmorgen gab er dann auch Josef Alfers auf dessen Anruf hin seine Zustimmung. Dann fuhr Dompropst Josef Alfers zur Landesregierung nach Hannover und Offizial Martin Hülskamp zur Landesregierung NRW.

Diese erklärten sich mit der Wahl einverstanden Mit der Nuntiatur und mit Rom wurde der Freitag als Ernennungstermin vereinbart. Wenige Minuten nach zwölf Uhr wurde der Name gestern offiziell bekannt gegeben.

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