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Karneval im Kreis Warendorf

Sonne für den Sonnen-Wirt

Christoph Lowinski

Warendorf - Sind Wetterfrösche bestechlich? Die Vermutung liegt nahe: Wahrscheinlich hat Prinz Ömpe I. ein paar Liter seines Spezialgetränks „Schwatte Sau“ rüberwachsen lassen. Anders ist das fantastische Wetter zur karnevalistischen Festwoche kaum zu erklären. Tagelang Sonne, Sonne und nochmals Sonne. Da hüpft des Narren Herz vor Freude. Und gegen die teils kühlen Temperaturen gibts ja genügend Hilfsmittel - in flüssiger und textiler Form. Von innen wärmen Prozente. Außen helfen lange Unterbuxen, Schal und Mütze.

Warendorfs Narren genossen am Nachmittag die herrliche Sonne, fast schon frühlingshafte Temperaturen und säumten zu Tausenden die Straßen, über die sich der närrische Lindwurm durch die Stadt schlängelte. Bunte Kostüme, fetzige Musik, tolle Wagen - der Warendorfer Rosenmontagszug mit seinen gut 80 Nummern machte seinem guten Ruf auch in diesem Jahr wieder alle Ehre.

Das Zentrum der närrischen Macht lag wie immer auf dem proppenvollen Marktplatz. Dort kommentierte Frank Korte vom Bürgerausschuss die närrische Invasion von „Gelben Säcken“, „Echte Fründe“ und anderen kunterbunten Jecken, die sich zu Fuß oder rollend auf den Weg gemacht hatten.

Die Landesgartenschau 2017, für die sich Warendorf beworben hat, spielte im Zug des öfteren eine Rolle: Mitmarschierende Blumentöpfe, langhaarige Blumenkinder und blumengeschmückte Motivwagen nahmen das Thema auf. Größere Zwischenfälle gab es nicht - sieht man mal von dem Achsbruch am Bollerwagen des Müssinger Spielmannszuges ab.

Bevor der Lindwurm sich in Bewegung setzte, musste sich Prinz Ömpe bei der Erstürmung der Bundeswehr-Sportschule einer ersten Herausforderung stellen. Die militärisch geschulten Verteidiger machten es dem Profi am Zapfhahn allerdings einfach: Ömpe sollte ein Fass Bier anschlagen und innerhalb von drei Minuten 18 Pils zapfen. Das machte er mit links - kein Problem für den Wirt der Sonne, der zwei Prozent Schankverlust gleich mit einkalkuliert hatte.

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