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FDP-Parteitag in Köln

Spannung pur

wn

Das politische Schicksal der schwarz-gelben Landesregierung in Düsseldorf steht auf des Messers Schneide. Die vor wenigen Monaten sicher geglaubte Wiederwahl am 9. Mai ist völlig offen. Weil Union und FDP in Berlin ihren Regierungsstart in den Sand gesetzt und erst jetzt mit der Arbeit so richtig begonnen haben. Spät, aber immerhin. Mit dem Schlafwagen werden Rüttgers & Co. die zweite Amtsperiode im Bindestrich-Bundesland gewiss nicht erreichen. Es braucht den Kampf um jede Stimme.

Der kleine Koalitionspartner FDP beweist Standfestigkeit. Nachdem das Ausmaß an Steuersenkung in einem langwierigen und von Starrsinn geprägten schmerzhaften Prozess auf Realitätsnähe heruntergeschraubt wurde, steht die Partei nun ohne Wenn und Aber zur Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen. Und sie steht, das hat der Kölner Bundesparteitag eindrucksvoll bewiesen, hinter ihrem Vorsitzenden Guido Westerwelle, der massiv in die Kritik geraten und vom politischen Gegner geradezu angefeindet worden war. Westerwelle gab sich gestern eher leise, bisweilen demütig, gestand eigene Fehler ein. Die zweifellos richtige Strategie, Wähler zurückzugewinnen, die sich enttäuscht von der FDP abgewendet haben.

Ob es am Ende des Wahl-Muttertages reichen wird, bleibt abzuwarten. Garantiert ist bis dahin nur eines: Spannung pur.

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