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Ahlener SG

Sparen ist beim OHV angesagt

Herbert Vogel

Ahlen - Das Mittwochsspiel ist Geschichte. Nach dem 33:28-Sieg in Rostock steht für die heimischen Zweitliga-Handballer schon am Samstag die nächste Hürde an. Aurich kommt.

Mit einem respektablen 30:30-Unentschieden gegen Eintracht Hildesheim startete der OHV am vergangenen Wochenende in das neue Handball-Jahr, nachdem man kurz vor Weihnachten noch eine empfindliche 25:39-Niederlage im Derby beim Wilhelmshavener HV hatte einstecken müssen. Überhaupt verlief die Hinrunde alles andere als optimal für die Ostfriesen, denn außer drei Siegen gegen die Konkurrenz aus dem Tabellenkeller (Bremervörde, Bernburg, Altenholz) steht bisher nur noch der knappe 31:30-Sieg gegen Aufsteiger VfL Bad Schwartau auf der Habenseite des OHV-Punktekontos.

Auch gegen die Ahlener SG gingen die Schützlinge von Trainer Wolfgang Ladwig bisher nur dreimal als Sieger vom Platz, sechs Begegnungen dagegen konnten die Rot-Weißen für sich entscheiden. So auch im Hinspiel, das die Pfänder-Sieben in Aurich deutlich mit 31:23 gewann.

In dieser Saison und vor allem jetzt in der Rückrunde steht für den OHV der Kampf ums Überleben in der Zweiten Bundesliga im Fokus des sportlichen Geschehens. „Je eher wir ein Ausrufezeichen setzen, desto besser“, wollen Co-Trainer Eric Hettmann und das Team das Unternehmen Klassenverbleib forsch angehen. „Die Vorbereitung lief sehr gut“, ist der „Co“ zufrieden. „Die Jungs haben gezeigt, dass sie sich für den Klassenverbleib einsetzen. Keiner hat sich geschont. Wir waren sogar in der glücklichen Situation, dass alle Spieler fit und so gut wie nicht verletzt waren.“

Vor dem Saisonstart sorgte der OHV allerdings für Schlagzeilen, denn Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft ermittelten bei den als PSV Aurich innerhalb von zehn Jahren von der Kreisklasse in die Regionalliga aufgestiegenen Handballern. Nach und nach kam heraus, dass der Verein seine Spieler jahrelang unter der Hand bezahlt und keine Abgaben ans Finanzamt entrichtet hatte. Jedoch beglich der Verein seine Steuerschuld von über 100 000 Euro, muss aber seitdem mit knappsten Mitteln wirtschaften.

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