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Sparzwang: Hamminkelns Schulen bekommen nicht alles, was sie wollen

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Hamminkeln - Die Schulen können nicht mehr darauf hoffen, dass Verwaltung und Politik ihnen jeden Wunsch erfüllen. Wenn die Fraktionen den über 900 Seiten starken Haushaltsentwurf 2012 mit in die Weihnachtsferien nehmen, dann wirken sich die Sparanstrengungen von Kämmerer Robert Graaf auch auf die Anträge der Grundschulen und weiterführenden Schulen aus. Wenn es nach dem Willen des städtischen Finanzchefs geht, soll längst nicht jeder Antrag positiv entschieden werden.

Es sind vor allem die Schulen, die schon ihre Anträge für 2012 formuliert haben. Notwendiges soll auch getan werden. Das sind in erster Linie wichtige Sanierungen. So soll zum Beispiel die Jungentoilette der Dingdener Ludgerischule saniert werden. Rektor Donald Grüter klagt wie schon seine Vorgänger Christa Stoverink über den maroden Zustand der Toiletten. So verstopfen die Abflüsse der Urinrinne, was besonders im Sommer zu Gestank führt. 28.000 Euro sieht die Stadtverwaltung für die Sanierung vor. Außerdem soll ein Erste-Hilfe-Raum eingerichtet und Tische und Stühle für die Schüler angeschafft werden.

Den größten Posten macht die Sanierung des Altbaus der Hamminkelner Grundschule aus. Mit 120.000 Euro schlagen Fassadenerneuerung, Innenanstrich und die Gestaltung des Eingangs zu Buche. Geld wird außerdem abgezweigt für Mobiliar der Klassen und die Ausstattung der Turnhalle. Mobiliar muss auch an den Grundschulen Brünen, Mehrhoog und Loikum-Wertherbruch neu angeschafft werden. Dort stehen auch kleinere Umbauten an. So muss zum Beispiel in Wertherbruch das Gebäude an die Erfordernisse der Offenen Ganztagsschule angepasst werden. Auch eine behindertengerechte Ausstattung ist erforderlich.

Länger ist allerdings die Liste der Wünsche, die nicht erfüllt werden sollen. So beurteilt der Kämmerer zum Beispiel das Geruchsproblem auf der Jungentoilette der Hamminkelner Grundschule als „Reinigungsproblem“. Für andere Sanierungen sieht die Abteilung Gebäudemanagement keine Notwendigkeit. Oder Graaf vermisst ein Raumkonzept. Für reine Verschönerungen will er ohnehin kein Geld ausgeben.

Aber auch die Modernisierung von Unterrichtsmitteln fällt dem Sparzwang zum Opfer. So hat Rektor Grüter für die Dingdener Grundschule zum Beispiel zwei Smartboards geordert. Solche elektronischen Tafeln (auch Whiteboards genannt) bieten den Lehrern viel mehr Möglichkeiten als die herkömmlichen Schultafeln. Doch die Zeiten knapper Kassen stoppen die Modernisierung des Klassenzimmers. So soll weiter mit Kreide geschrieben werden.

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