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Spektakuläre Entführung: Frau sollte in Syrien ermordet werden

Martin Kalitschke

Münster - Eine 19-jährige Frau aus Münster ist offenbar Opfer einer spektakulären Entführung geworden. Details wollte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag jedoch noch nicht bekanntgeben. „Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, Ergebnisse werden nicht vor Anfang nächster Woche vorliegen“, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Münster, Stefan Lechtape.

Die Frau soll türkische Wurzeln haben, aber im Besitz eines deutschen Passes sein. Wie ihr Anwalt berichtet, ist seine Mandantin „von ihrer Familie entführt und misshandelt, nach Italien verschleppt und dort befreit worden“. Nähere Details kenne auch er noch nicht - die Frau stehe nach dem Drama „unter Schock“.

Wie es heißt, soll die 19-Jährige einen deutschen Freund gehabt und damit den Zorn ihrer Großfamilie auf sich gezogen haben. In der vergangenen Woche soll die Frau dann in Hiltrup aus ihrem Auto gezogen, geschlagen und in ein anderes Fahrzeug gezerrt worden sein. Dann sei sie ins italienische Ancona gebracht worden, um von dort mit der Fähre weiter in die Türkei zu fahren - angeblich, um dann weiter nach Syrien verschleppt zu werden, wo die Frau ermordet werden sollte. Bevor es so weit kam, konnte sie jedoch in Ancona befreit werden.

Bei der Staatsanwaltschaft rechnet man mit langen, schwierigen Ermittlungen, da auch Behörden im Ausland involviert seien, wie Lechtape betont.

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