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Rot Weiss Ahlen

Spiel verloren - Erkenntnis gewonnen

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Ahlen - Dass ein Spiel manchmal sogar 120 Minuten lang dauert, mussten die A-Junioren RW Ahlens im Westfalenpokal-Halbfinale gegen den VfL Bochum schmerzlich feststellen. Lange Zeit zeigten die Rot-Weißen eine starke Leistung und hatten den Revierclub am Rande einer Niederlage, verloren aber am Ende nach Verlängerung mit 1:2 (1:1/0:1).

Die Platzherren begannen wie die Feuerwehr: Bereits nach wenigen Sekunden hatte RW-Kapitän Marc Schnier die Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch mit einem Schuss aus 16 Metern am Pfosten (1.). Leider verlor die starke Anfangsphase Ahlens in der Folgezeit an Bedeutung, denn zunächst rettete Christoph Blesz zwar auf der Linie (10.), fünf Zeigerumdrehungen später aber traf Bochums Kevin Vogt zur 1:0-Führung für die Gäste (15.). Doch die Hausherren besannen sich und fanden wieder zurück in die Begegnung. Wie so oft in den letzten Wochen war jedoch die Chancenauswertung das Manko. Zweimal Cihan Oezkara (16./36.) und Marc Schnier (42.) vergaben noch im ersten Durchgang gute Chancen zum Ausgleich. Auf der Gegenseite hatte Ahlen allerdings auch viel Glück, als Sebastian Czajkowski nach Zuspiel von Lukas Opiola nur den Pfosten traf (44.).

Acht Minuten waren nach dem Seitenwechsel gespielt, da traf Luka Tankulic nach einem Schussversuch von Oezkara zum verdienten 1:1-Ausgleich (53.). An Torgelegenheiten sparten beide Teams nicht, den Zuschauern im Wersestadion wurde einiges geboten. In der 57. Minute rettete RW-Verteidiger Christoph Blesz gegen Fabian Vogt und Hakan Demir gleich doppelt auf der Linie und somit bereits zum dritten Mal in der Partie. In der letzten halben Stunde der regulären Spielzeit hätten beide Teams die Begegnung entscheiden können, kleine Vorteile lagen insgesamt jedoch auf Seiten der Gastgeber.

Während Mike Schenk (68.) und Luka Tankulic (89.) auf Ahlener Seite scheiterten, traf Lukas Opiola für Bochum nur den Außenpfosten (69.). Da keine Treffer fielen, ging es in die Verlängerung. Dort hatten sich viele schon auf ein Elfmeterschießen eingestellt, ehe es doch noch einmal rappelte: Zunächst verpasste es Cihan Oezkara freistehend den Siegtreffer für RW zu erzielen, auf der anderen Seite machte es Kefkir im Gegenzug besser: Der wieselflinke Linksaußen überlistete RW-Keeper Jan-Robin Stiepermann und schoss Bochum mit dem Treffer zum 2:1 ins Endspiel (119.). „Wir haben einen schönen Pokalfight gesehen. Bei uns kam im Abschluss Pech und Unvermögen zusammen, wobei Ersteres überwog. In der Schlussphase haben wir ein dummes Tor kassiert, aber ich kann mit dem Ergebnis leben“, resümierte Ahlens Coach Andree Kruphölter. So hatten die Rot-Weißen zwar das Spiel verloren, aber die Erkenntnis gewonnen, dass ein Spiel eben nicht immer nur 90, sondern auch mal 120 Minuten dauern kann.

RW A: Stiepermann - Volkmer, Blesz, Dahlhoff, Kurtovic, Gorzon (119. Giffey), Schnier, Schenk (70. Mehovic), Tankulic (102. Schulzki), Schmidt, Oezkara

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