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Spitzenläufer führen das Feld an

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Münster. Für den Vorsitzenden des Münster Marathon e.V. gibt es auch bei der sechsten Auflage dieses wohl größten Sportevents der Stadt kein Vertun: Es bleibe dabei, der Schwerpunkt liegt auf dem Breitensport-Charakter der Veranstaltung, sagte Michael Brinkmann. Was natürlich den Spitzensport nicht ausschließt; ganz im Gegenteil: Erstmals laufen drei Sieger der vergangenen fünf Jahre in einem Feld das hat es beim Volksbank-Münster-Marathon noch nie gegeben.

Dabei können sich Organisatoren wie Zuschauer sicherlich auf den Publikumsliebling und Streckenrekordinhaber Francis Kiprop aus Kenia (Startnummer 1), der vor zwei Jahren als sogenannter Tempomacher eigentlich nur bis km 25 laufen sollte, dann aber durchlief und mit 2:14:17 Stunden eine neue Bestzeit aufstellte. „Da ist noch Potenzial“ ist sein Manager sicher, ist doch jetzt die Strecke auch etwas schneller geworden.

Bis gestern kämpften die münsterischen Organisatoren noch um seine Ausreise, denn Nairobi hatte ihm noch kein Visum ausgestellt. Am Donnerstag kam dann die Entwarnung: Kiprop hatte den Flieger bestiegen, so Michael Brinkmann.

Damit der Streckenrekord auch möglich wird, dafür soll Kevin Mutai aus Kenia sorgen. Der erst 21-jährige macht die Pace für Francis Kiprop. Nach seinem Sieg in Münster vor zwei Jahren wurde er 8. beim Paris-Marathon mit einer Fabelzeit von 2:10:40 Stunden. Im selben Jahr startete er dann noch in Köln und wurde Dritter. In diesem Jahr startete er bei der Premiere des Kassel-Marathons und gewann bei großer Hitze in 2:16:48 Stunden. Die Startnummer 2 trägt in diesem Jahr der Sieger des vergangenen Jahres, Maru Shadrak. Er verpasste den Streckenrekord im Vorjahr um ganze 3 Minuten, will aber in diesem Jahr punkten und sich an die Fersen von Francis Kiprop heften. Ein ganz neues Gesicht in Münster wird die Startnummer 3 tragen – Elisha Sawe aus Kenia. Er wurde im Frühling beim Mainz Marathon Zweiter in 2:18:13 Stunden. Daniel Gidumbanda ist mit 33 Jahren einer der ältesten Eliteläufer. Seine Bestzeit von 2:13:45 Std., die der aus Tansania kommende Läufer 1999 aufstellte, wird wohl schwer wiederholbar sein. Gleichwohl ist Wilfried Raatz, Manager des für Mainz startenden Afrikaners, sicher, dass Gidumbanda im Kampf um den Titelgewinn beim Volksbank-Münster-Marathon gut mithalten wird. Eher in der zweiten Reihe wird der Sieger des Jahres 2003 vermutet – Tomek Chawawko aus Polen. Seine damalige Siegerzeit von 2:27:50 Stunden dürften mittlerweile auch die schnellsten deutschen Läufer erreichen. Er hat sich mittlerweile auch stark den ultralangen Läufen verschrieben. Für Tempo in der zweiten Reihe werden aber auch der Kenianer Simon Ripis und die lettischen Marathonmeister der Jahre 2005 und 2006 Andris Dudels und Vjacheslavs Bambans sorgen.

Mit der Ausrichtung der Strecke gen Westen, genauer: durch Nienberge, entfällt die in den vergangenen Jahren so berüchtigte „Steigung“ an der Roxeler Straße zwischen Gievenbeck und der Autobahnüberführung. Apropos: Der tiefste Punkt der Strecke liegt in diesem Jahr bei etwa 55 m und der höchste Punkt bei 74 m über normal Null. Beide Punkte liegen jedoch nicht so dicht nebeneinander, dass von einem Höhenunterschied überhaupt gesprochen werden könnte . . .

Schnelle Strecke – schnelles Geld: Für die Verbesserung des Streckenrekords gibt es in diesem Jahr zusätzlich zu den 2500 Euro für den Gesamtsieger und die Gesamtsiegerin jeweils 3000 Euro obendrauf. Der Streckenrekord bei den Frauen, aufgestellt von der Ukrainerin Olena Samku 2006, liegt bei 2:37,50.

Das Gymnasium Paulinum wird in diesem Jahr erstmals zum organisatorischen Mittelpunkt. Marathon-Messe, Startunterlagen-Ausgabe, Pasta-Party, Kleiderbeutel-Station, Duschen, Altersklassen- und Sonderwertungsehrungen sowie die After-Run-Party mit Live-Musik und Frischgezapftem finden erstmals auf dem Gelände Schule am Stadtgraben statt.

Die Siegerehrung mit dem schon traditionellen „Time to say good bye" findet um 13.15 Uhr auf der Bühne am Prinzipalmarkt statt. Hier werden die Sieger ausgezeichnet. Die Ehrung der Nächstplatzierten findet dann gegen 15 Uhr ebenfalls auf dem Gelände des Paulinums statt.

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