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RW Ahlen

Sponsoren sagen Gelder zu - Gläubiger müssen noch zustimmen

wn

Ahlen - Immer wieder hatte es in den vergangenen Tagen und Wochen vage Zuversicht gegeben, dass Fußball-Drittligist RW Ahlen die drohende Insolvenz tatsächlich abwenden kann.

Doch als der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Mönig am Dienstag über seinen Pressesprecher Holger Voskuhl die gute Nachricht vermelden ließ, dass der Verein aller Voraussicht nach dank eines Sponsoren-Konsortiums (zumindest für diese Saison) gerettet ist und es berechtigte Hoffnungen auf ein dauerhaftes wirtschaftliches Bestehen gibt, fiel Aufsichtsratsboss Bernd Mehring ein Stein vom Herzen: „Das ist die Nachricht des Tages. Endlich haben wir Gewissheit, ich freu mich riesig“, sagte er in einer ersten Reaktion gegenüber der „AZ“.

Noch gibt es allerdings ein (kleines) Aber. Damit RW Ahlen die laufende Saison tatsächlich zu Ende spielen kann, müssen die Gläubiger nämlich dem endgültigen Sanierungsplan von Mönig noch mehrheitlich zustimmen. Doch daran soll es nicht scheitern.

Holger Voskuhl zeigte sich am Dienstag im Gespräch mit der „AZ“ jedenfalls zuversichtlich, dass dies auch passiert: „Mit dem Angebot, das ihnen unterbreitet wird, stellen sie sich deutlich besser, als sie durch eventuelle Zahlungen über ein eröffnetes Insolvenzverfahren zu erwarten hätten“, erklärte er.

Das notwendige Geld für den Sanierungsplan stammt von einem Konsortium, bestehend aus mehreren Geldgebern. Entsprechende Verträge hat der vorläufige Insolvenzverwalter mit den Beteiligten unterzeichnet.

Die Mitglieder des Konsortiums möchten zum jetzigen Zeitpunkt nicht genannt werden. Auch über das Gesamtvolumen des Engagements wurde zunächst Stillschweigen vereinbart.

Das Konsortium hat mit Professor Dr. Rolf-Dieter Mönning, Rechtsanwalt und Insolvenzexperte aus Aachen, einen Treuhänder beauftragt, die Verhandlungen mit den Gläubigern aufzunehmen, sobald das Geld des Konsortiums eingegangen ist. 

Nach „AZ“-Informationen soll die endgültige Entscheidung über die Zustimmung möglicherweise schon Anfang kommender Woche fallen.

„Wir müssen die Altlasten des Vereins beseitigen, damit wir die Zukunft gestalten können. Wenn die Gläubiger das Angebot annehmen, ist der Verein schuldenfrei“, so Michael Mönig.

Für ihn sei das Engagement der Geldgeber ein weiteres deutliches Signal, dass es mit RW Ahlen auch in der kommenden Spielzeit 2011/12 - im Falle des sportlichen Klassenerhalts - in der Dritten Liga weitergehen kann.

„Wir sind dem Ziel, den Insolvenzantrag auf absehbare Zeit zurücknehmen zu können, ein deutliches Stück näher gekommen“, sagte Mönig. Konzepte für die kommende Saison würden bereits diskutiert. Gute Aussichten also.

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