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IVZ-Lokalfenster - Tecklenburger Land

Städte besiegeln Partnerschaft

Sabine Plake

Ibbenbüren. „Geschichte gestalten, anstatt zu beklagen“ – unter diesem Motto von Ibbenbürens Bürgermeister Heinz Steingröver wurde gestern die Städtepartnerschaft zwischen der Stadt Ibbenbüren und der Stadt Jastrzebie Zdrój besiegelt. Marian Janecki, Präsident der polnischen Stadt, und Ibbenbürens Bürgermeister setzten ihre Unterschrift unter die Vereinbarung. Die Stadträte beider Städte hatten zuvor die Partnerschaft vereinbart.

Die gemeinsame Geschichte, teils geprägt durch Krieg und seine tragischen Folgen, teils durch jahrhundertelanges, friedliches Zusammenleben und kulturellen Austausch, sei nicht immer ohne Probleme gewesen. „Aber auch schlechte Kapitel können überwunden werden“, so Steingröver, wenn der Wille und der Geist dafür da seien. Eine Städtepartnerschaft sei ein Fundament der Verständigung, die Kontakte seien die Basis für Vertrauen. Hier bedankte sich Steingröver besonders bei der DSK (namentlich bei Jürgen Kohl), die Anregungen und Hilfe geleistet habe. Aber: „Jetzt fange die Arbeit erst richtig an.“

Der Präsident von Jastrzebie Zdrój, Marian Janecki, erinnerte an das erste Treffen im Februar, bei dem man sich angefreundet habe. Er freue sich, dass Deutsche und Polen im vereinten Europa noch mehr zueinander fänden. „Es herrscht hier so eine Herzlichkeit, die wir angetroffen haben. Danke dafür.“

Jastrzebie Zdrój sei eine typische Bergmannstadt. „Die Zechen arbeiten schon miteinander.“ Die 100 000-Einwohner-Stadt habe große Steinkohlevorkommen.

Janecki lud alle ganz herzlich ein, nach Jastrzebie Zdrój zu kommen: „Wenn Ihr allerdings schon morgen kommen wollt, zieht euch warm an, es schneit kräftig.“

Danach besiegelten Steingröver und Janecki per Unterschrift die Städtepartnerschaft. Das Schriftstück las Steingröver anschließend vor. Dort heißt es in Auszügen:

„Durch die Städtepartnerschaft soll den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gegeben werden, transnationale Erfahrungen zu pflegen und auszuweiten, zu kooperieren, einen Beitrag zur Entwicklung der Zugehörigkeit zu gemeinsamen europäischen Werten zu leisten und den europäischen Einigungsprozess voranzutreiben.

Angesichts der grundlegenden Bedeutung grenzüberschreitender Verständigung und Freundschaft für einen dauerhaften Frieden und das Wohlergehen der Menschen sind die Stadt Ibbenbüren und die Stadt Jastrzebie Zdrój bereit, auf der Grundlage der gegenseitigen Achtung, der Gleichberechtigung und des gegenseitigen Nutzens die Zusammenarbeit und den Austausch insbesondere in den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung, Sport und Kultur in vielfältiger Form schrittweise zu erweitern. (...) Sich kennen zu lernen hilft dabei, den Dialog zwischen Deutschen und Polen zu versachlichen und den Prozess der Annäherung und Kooperation zu erleichtern. Gerade Begegnungen im Kleinen sorgen dafür, dass die Menschen beider Nationen mehr über ihre Nachbarn erfahren. (...) Beide Städte hoffen auf einen regen Austausch der Bürger. (...)“

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