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Städte hamstern Streusalz

Gelsenkirchen/Ahlen/Rheine- Das Land wappnet sich für den Winter – doch schon jetzt zeichnen sich in einzelnen Städten schon erste Lieferengpässe beim Streusalz ab. Nach Angaben des Landesbetriebs Straßen NRW werden in diesen Tagen 135 000 Tonnen Streusalz eingelagert – zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Damals hatte monatelanger Frost und Schneefall in vielen...

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Gelsenkirchen/Ahlen/Rheine- Das Land wappnet sich für den Winter – doch schon jetzt zeichnen sich in einzelnen Städten erste Lieferengpässe beim Streusalz ab. Nach Angaben des Landesbetriebs Straßen NRW werden in diesen Tagen 135 .000 Tonnen Streusalz eingelagert – zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Damals hatte monatelanger Frost und Schneefall in vielen Städten für glatte und ungestreute Straßen gesorgt. Auch Autobahnen und Fernstraßen waren betroffen. „Wir ziehen in diesem Winter Konsequenzen und haben die Lagerkapazitäten erhöht“, sagte am Mittwoch Michael Heinze vom NRW-Verkehrsministerium. Die Fehlkalkulation aus dem Frostwinter 2009/2010 und der strenge Winter auch in Nordwestdeutschland hat tiefe Spuren auch in die öffentlichen Kassen hinterlassen: 59 Millionen Euro musste allein der Landesbetrieb für Salz, Personal- und Geräteeinsatz zahlen – 33,4 Millionen mehr als Vorjahr. Ein Grund: Die im Winter dramatisch angestiegenen Kosten für Salzbeschaffung. So kostet eine Tonne im Normalfall zwischen 60 und 80 Euro. Im vergangenen Winter mussten die Städte teilweise 240 Euro pro Tonne zahlen – wenn die Lieferanten denn überhaupt liefern konnte. Damit das nicht wieder passiert, haben die Städte im Münsterland vorgesorgt. „Wir haben 1050 Streusalz eingebunkert und zusätzlich 250 Tonnen reserviert“, sagt zum Beispiel Thomas Roling, Bereichsleiter Straßen bei den Technischen Betrieben Rheine. Im Rekordwinter mussten in Rheine 1300 Tonnen gestreut werden – fast doppelt so viel wie in einem normalen Jahr. In Lüdinghausen hat man sich gleich doppelt abgesichert. Dort hat die Stadt mit einem Lieferanten einen Vertrag geschlossen, der eine Versicherung beinhaltet, dass im Extremfall auch wirklich geliefert wird. In Ahlen muss man sich noch gedulden. „Weil alle Städte jetzt ordern, sind wir jetzt schon vier Wochen im Lieferverzug“, sagt ein Mitarbeit des städtischen Winterdienstes. Doch auch dort hofft man , im Ernstfall ausreichend Salz in den Lagern zu haben.

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