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Standortverlagerung bewährt sich

Cedric Gebhardt

Ahlen. In einem waren sich am Ende alle einig. Stellvertretend für die gesamte Vereinsriege brachte es Geschäftsführer Thomas Vienhues auf den Punkt: „Die Standortverlagerung hat sich bewährt. Wir haben nur Positives gehört.“ Die Risikobereitschaft der Vorwärts-Macher hat sich ausgezahlt. Der Umzug mit dem Festzelt von den Turnhallen zum Clubheim während der 28. Auflage der Sportwoche hat sich als richtige Entscheidung herausgestellt.

Damit verbunden waren weniger Mühen beim Auf- und Abbau, bessere sanitäre Anlagen und ein deutlich geringer gehaltener Lärmpegel. Die Disco im Clubheim musste diesmal jedenfalls nicht wie noch im Vorjahr wegen Anwohner-Beschwerden abgesagt werden. Statt dessen wurde bis tief in die Nacht gefeiert.

Dass nach all dem Trubel am Tag und am Abend der Lindensportplatz am folgenden Morgen stets blitzblank daherkam, war vor allem der Verdienst von Josef Mehring. Der Vorwärts-Platzwart war fortwährend um sechs oder sieben Uhr am Platz, um diesen auf Vordermann zu bringen und von Unrat zu befreien. „Josef ist die gute Seele des Vereins. Was er leistet, verdient Anerkennung“, befand deshalb auch der Klaus Sehlmann. Der zweite Vorsitzende, der etliche Dienste in der Grillstation schob, war vollauf zufrieden mit dem Verlauf der diesjährigen Sportwoche. Auch wenn die ersten beiden Tage schwer verregnet waren und somit auf die Stimmung drückten.

Das beliebte Aufeinandertreffen der Vorwärts-Fußballer und ASG-Handballer soll im nächsten Jahr eine Wiederholung finden. Der Zuschauer-Zuspruch hielt sich aufgrund der miesen Witterung jedoch in Grenzen. Anders beim Volksradfahren. Nachdem man zur Premiere im vergangenen Jahr knapp 100 Teilnehmer hatte vermelden können, waren es diesmal 115. Die Vereins-Oberen hatten auf bessere Resonanz gehofft. In Anbetracht der Wetterlage nannte Thomas Vienhues die Beteiligung trotzdem eine „gute Ausbeute“.

Die gab es auch bei den zahlreichen Junioren-Turnieren. Jugendgeschäftsführer Uwe Beyer, der gemeinsam mit Andreas Pälmke und Eric Scharnewski für die Turnierleitung zuständig war, zog ebenfalls eine positive Bilanz. „Der Umzug zum Clubheim war gut. Endlich konnten wir mal die Tribüne nutzen, alles war enger beisammen und die Eltern waren hautnah am Geschehen dabei.“ Auch die Feldmaus, die sich in der Losbude verkrochen und zwischenzeitlich für kleinere Turbulenzen gesorgt hatte, brachte die Vorwärtsler nicht aus dem Konzept. Herbert Stemmer hatte eine Mausefalle organisiert, um kurz darauf zu vermelden: „Wir haben sie hinter dem Grillstand begraben.“ Alles paletti also. Die Generalprobe für das kommende Jahr, in dem der Verein sein 90-jähriges Bestehen feiert, ist demnach gelungen.

Für 2009 dürfen sich die Ahlener voraussichtlich auf ein noch breiteres Programm freuen. „Die Sportwoche wird sicher größer aufgezogen. In welcher Form, wissen wir aber noch nicht“, verkündet Kassierer Herbert Stemmer. Genug helfende Hände hat der größte Breitensportverein der Stadt jedenfalls, die den Aufwand bewältigen könnten. Am Standort indes wird wohl auch im kommenden Jahr nicht gerüttelt. „Ich gehe fest davon aus, dass wir es im Bereich des Clubheims machen“, meint Thomas Vienhues. Na dann, bis bald.

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