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Havixbecker Straßennamen

Stapeler Straße 1834 gebaut

Ansgar Kreuz

Havixbeck - Ganz praktisch dienen Straßennamen zur Unterscheidung der vielen Straßen, Wege und Plätze eines Ortes voneinander. Doch was steht in Havixbeck hinter diesen Bezeichnungen? Eine Auswahl von Straßen und deren Namen stellt unsere Zeitung gemeinsam mit Friedhelm Brockhausen, Vorsitzender des Heimatvereins Havixbeck, in loser Reihe vor. Heute: Stapeler Straße, Rabertsweg, Heilmannskamp und Am Weiher.

Nach Norden zum circa zwei Kilometer von der Dorfmitte entfernten Haus Stapel führt die Stapeler Straße. Zu Beginn der 1830er Jahre wurde diese als „Communicationsweg“ neu geplant und angelegt. Der Bau des befestigten Weges erfolgte im Zuge der Aufteilung des als Gemeinheitsfläche genutzten Flothfelds unter den Nutzungsberechtigten.

Da das Haus Stapel von diesem Weg den größten Nutzen hatte, wurde damals vereinbart, dass der Besitzer des Hauses Stapel die Instandsetzung und Unterhaltung des Weges und der erforderlichen Brücken übernimmt.

1834 wurde beim Abschluss der Teilung des Flothfelds festgestellt: „Der Herr Freiherr von Kerkerinck-Stapel hat den von ihm übernommenen Weg von Havixbeck nach Heiters Station sowie dessen Fortsetzung durch das Stapelerfeld vollständig chaussiert.“

„Dass der Freiherr von Kerkerinck-Stapel seit über 30 Jahren bereits Ernst Konstantin Freiherr von Droste-Hülshoff hieß, sich 1801 auf Haus Stapel eingeheiratet hatte und ein Onkel (Vatersbruder) der Annette von Droste-Hülshoff war, war den Interessenten des Flothfeldes wohl noch nicht so wichtig wie uns heute“, merkt Friedhelm Brockhausen dazu an. Der Blickwinkel auf die familiären Bande hat sich eben im Wissen um das Werk der bedeutenden deutschen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff bis in die heutige Zeit verändert.

Gewissermaßen als Abrundung des Ortskerns im Norden wurde in den 1980er Jahren das Baugebiet Gennerich erschlossen. Die Flächen waren bereits in den 1970er Jahren von der Gemeinde gekauft worden. Nach deren früheren Besitzern wurden zwei Straßen benannt. Der Rabertsweg erinnert an den Hof Rabert, der mit dem Verkauf der Flächen seine Hofstelle in der Bauerschaft Gennerich aufgab. In dessen Gebäude zog 1991 das Baumberger-Sandstein-Museum ein. Der Heilmanns Kamp wurde nach dem in der Bauernschaft Gennerich gelegenen Hof Heilmann benannt, der ebenfalls Flächen für das Baugebiet abgab.

„Der Name Am Weiher bezieht sich auf einen alten Tümpel in der Nähe des alten Hofes Steinhaus“, erläutert Friedhelm Brockhausen die Namensgebung für diese Straße. Erste Baugrundstücke waren „Am Weiher“ bereits mit der Erschließung der Gennericher Straße entstanden. Weitere folgten mit dem Ausbau des Baugebiets Gennerich.

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