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Start frei – der Adler fliegt

Gerd Jakobi

Münster. Zeit, dass sich was dreht. Ab heute rollt wieder der Ball, Preußen Münster eröffnet mit dem Heimspiel gegen die SpVgg. Erkenschwick (Anstoß 19 Uhr) die neue Oberliga-Saison. Alle Ergebnisse der letzten Wochen sind nur noch Makulatur, kein Experiment der Vergangenheit hat irgendeine Aussagekraft, ab heute gilt’s. Nach einer frustrierenden Saison nimmt der SCP einen neuen Anlauf, um sich für die Regionalliga zu qualifizieren. „Es wird höchste Zeit, dass es endlich wieder um Punkte geht. Zu Beginn der Vorbereitung herrschte im Training große Spannung, dafür sorgten schon die vielen neuen Spieler. In der jüngsten Phase setzte der Kampf um die Plätze ein, und nun freuen wir uns alle auf dieses erste Meisterschaftsspiel“, bekräftigte gestern Trainer Roger Schmidt.

Er schlafe zwar weiterhin gut, verspüre aber sehr wohl eine wachsende Anspannung und gelegentlich Adrenalin-Schübe, das sei gut so. Zwei Spiele erst hat diese Mannschaft während der Vorbereitung im Stadion ausgetragen, deswegen verlegte Schmidt die Mannschaftssitzung zuletzt ins Stadion. „Als Fußballer muss man sich mit der Umgebung vertraut machen, jedes Stadion hat seine eigene Atmosphäre, man muss lernen, es zu mögen“, sagt er.

Mit den verpassten Saisonzielen des Clubs in den vergangenen Jahren beschäftigt sich Schmidt schon lange nicht mehr, der Ingenieur aus Elsen steht für einen neuen Anfang. „Wir sind gemeinsam für die Zukunft des SC Preußen verantwortlich, diesem Ziel muss sich jeder unterordnen. Ich stelle fest, dass alle Spieler ihren Beruf mit viel Freude und Herzblut ausüben.“

Anderthalb Stunden vor dem Anpfiff trifft man sich heute Abend. Die Besprechung werde sehr kurz ausfallen, so etwa zehn Minuten, taktisch habe er seine Mannschaft schon gestern auf den Gegner vorbereitet. Kurz vor dem Anpfiff gebe es nicht mehr viel zu sagen, zu motivieren brauche er diese junge und hungrige Mannschaft ohnehin nicht. Die endgültige Formation teilt er erst heute mit. So desorientiert und schwach im Zweikampf wie zuletzt werde sich der SCP nicht mehr präsentieren. Zwölf Gegentore kassierten die Preußen in den letzten drei Spielen, heute möchte Schmidt keinen Treffer der Gäste sehen.

„Ich erwarte einen überzeugenden Auftritt. Die Körpersprache meiner Spieler muss vom Anpfiff an vermitteln, dass sie die Meisterschafts-Premiere unter allen Umständen gewinnen wollen. Wir erden alles investieren um zu gewinnen“, verspricht der Trainer. Theorien zählen nicht mehr, die Wahrheit beginnt um 19 Uhr.

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