1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Start in die Formel-1-Saison mit glänzenden Sternen

  6. >

Start in die Formel-1-Saison mit glänzenden Sternen

wn

Als der Mercedes-Deal mit Michael Schumacher perfekt gemacht wurde, war die Finanz- und Wirtschaftskrise in vollem Gange. Die Glaubwürdigkeitskrise der Formel 1 wirkte noch nach. Mercedes schickte seine Angestellten in die Kurzarbeit und präsentierte den Multimillionär und Rekordweltmeister aus Kerpen, als wäre der als glänzender Stern am Sporthimmel gerade erst aufgegangen.

Der Sternenglanz verblasste nicht, wohl aber verstummten die kritischen Stimmen, ob sich der Autokonzern angesichts wirtschaftlicher Probleme dieses Geschäft leisten könne. Er kann: Daimler-Chef Dieter Zetsche macht eine entschärfende Rechnung auf: 1,4 Prozent des gesamten Etats für Forschung- und Entwicklung mache das Formel-1-Engagement des Unternehmens aus. Der Werbe-Effekt, hervorgerufen durch die unglaubliche Hysterie um Schumachers Rückkehr und die „Deutsche Nationalmannschaft“ - auch Nico Rosberg fährt im „Silberpfeil“ - ist für die Stuttgarter unbestritten.

Das gilt im Übrigen für die Formel 1 in Gänze. Trotz der Skandale, Lügen und Intrigen, komplizierter Regeländerungen und Sparzwänge glänzt die Königsklasse des Motorsports nun selbst wie ein aufgehender Stern. Die Branche vergisst schnell - der Stern blendet, so hell leuchtet er im PS-Zirkus. Der wiederum fasziniert Millionen, Millarden werden in den 19 Rennen dieser Saison umgesetzt. Das zählt. Der Motorsport ist mit sich selbst im Reinen. Oder ist der Stern nur ein Komet, der bald verglüht?

Startseite