1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Stein auf fahrenden Laster geworfen – Staatsanwalt sieht versuchten Mord

  6. >

Stein auf fahrenden Laster geworfen – Staatsanwalt sieht versuchten Mord

Theo Heitbaum

Ascheberg - Versuchter Mord steht auf der Akte, die seit Dienstagmorgen auf dem Tisch von Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer liegt. In der Nacht zu Dienstag wurde von der Autobahnbrücke „Im Pöpping“ ein drei bis vier Kilogramm schwerer Stein auf einen fahrenden Lkw geworfen. Um 0.50 Uhr wurde der Vorfall bei der Poilizei gemeldet.

„Der Stein schlug auf dem Führerhaus auf und traf dort einen Windabweiser“, informierte Schweer auf Anfrage. Der oder die unbekannten Täter hatten demnach einen drei bis vier Kilogramm schweren Stein von einer Autobahnbrücke geworfen. Der Lkw, der unter der Brücke durchfuhr, wurde im Frontbereich getroffen.

Auch am Windabweisers der Sattelzugmaschine wurde ein Schaden festgestellt werden. Ebenso ist das Schiebedach des Fahrzeuges, welches sich unmittelbar unter dem beschädigten Windabweiser befindet, beschädigt worden. Der Sachschaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt. Der LKW-Fahrer befuhr die Autobahn in Richtung Dortmund. Er blieb unverletzt.

Im Rahmen der durchgeführten Fahndungsmaßnahmen, in die auch ein Polizeihubschrauber eingebunden war, wurde gegen 01.37 Uhr ein Fahrradfahrer angehalten, der die Herberner Straße aus dem Dorf kommend in Richtung Lütkestraße befuhr. Bei dem Mann handelt es sich um einen 23-jährigen Mann aus Ascheberg. Bei ersten Fragen wirkte der Mann sehr nervös und machte Angaben, die nicht alle plausibel waren. Da ein Tatverdacht bestand, wurde der Mann festgenommen und dem Polizeigewahrsam in Dülmen zugeführt.

Im Rahmen der ersten Vernehmungen am Morgen bestritt er, mit der Tat etwas zu tun zu haben. Er wurde am Nachmittag wieder freigelassen. Ein Haftbefehl wurde nicht beantragt.

Zur Spurensicherung wurde der rechte Fahrstreifen der Autobahn 1 in Richtung Dortmund einseitig und der Bereich auf der Brücke durch die Einsatzkräfte der Polizei voll gesperrt. Die Ascheberger Feuerwehr leuchtete den Tatort aus.

Startseite