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Teil 16 | Alltag

Strandfeeling im November

Hallo nach Ibbenbüren, letztens bemerkten wir voller Panik, dass unser Van Öl verliert und dazu noch komische Geräusche macht. Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie die Werkstätten hier Profit schlagen wollen und die Preise für eine Reparatur viel zu hoch ansetzen. Deswegen fuhr ich gleich zu mehreren und ließ jeweils einen Kostenvoranschlag machen. Das günstigste Angebot war...

wn

<1>Hallo nach Ibbenbüren, letztens bemerkten wir voller Panik, dass unser Van Öl verliert und dazu noch komische Geräusche macht. Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie die Werkstätten hier Profit schlagen wollen und die Preise für eine Reparatur viel zu hoch ansetzen. Deswegen fuhr ich gleich zu mehreren und ließ jeweils einen Kostenvoranschlag machen. Das günstigste Angebot war 460 NZ$, das teuerste 600 - 700 NZ$. Da das sehr viel Geld für uns ist, fragte ich mich natürlich „muss das denn wirklich gemacht werden“? Ich versuchte in einer Werkstatt mit dem Mechaniker ins Gespräch zu kommen und erfuhr, dass dieser in Sydney aufgewachsen ist. Ich fragte ihn, ob er Tipps für uns hätte, wenn wir am Ende unserer Reise für fünf Tage dort sind. Er blühte richtig auf, schwärmte bestimmt 15 Minuten lang von „seiner“ Stadt und druckte sogar eine Karte für mich aus. Dann kam ich noch einmal auf das Auto zu sprechen. Ich erklärte ihm, dass wir reisen, kein Geld für die Reparatur haben und ob es nicht auch irgendwie ohne gehen würde. Und tatsächlich beruhigte er mich damit, dass er schon wesentlich schlimmere Schäden an Autos gesehen hätte, die trotzdem noch gefahren wären. „It’s a risk you can take“ sagte er. <2>Wir sind uns noch nicht ganz sicher, ob wir dieses Risiko wirklich eingehen wollen oder ob wir das Auto doch reparieren lassen... Es ist ja schon eine Belastung, wenn man die ganze Zeit Angst haben muss, dass der Van plötzlich stehen bleibt. Es geschahen aber auch noch positive Dinge. Am 5. November wurde die Guy Fawkes Night gefeiert. Überall sah man Feuerwerke und hörte es knallen. Der Grund der Feier ist, dass einige Männer, unter anderem Guy Fawkes, am 5.11.1605 versuchten, den König in die Luft zu sprengen, dies aber vereitelt wurde. Da ich schon früh Feierabend machen konnte, fuhr ich mit meiner Kollegin Katja auf einen der vielen Hügel mit Blick auf die Stadt. Es war ein bisschen wie Silvester (was hier übrigens nicht mit Feuerwerken gefeiert wird) nur wesentlich wärmer und mit besserer Aussicht. Letztes Wochenende war ich außerdem wieder am Strand. Die Temperaturen kletterten auf 26 Grad! Da kommen einem die Weihnachtslieder, die auch hier schon im Radio gespielt werden, wirklich absurd vor! Statt Schokoladennikoläuse bevorzuge ich die Erdbeeren, die gerade im Garten wachsen. Sommerliche Grüße in die Heimat, Carolin

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