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Körperverletzung

Streit um Karussell auf Dreierwalder Kirmes endet vor Gericht

Dreierwalde/Ibbenbüren. Eine handgreifliche Auseinandersetzung um den Standplatz eines Kinderkarussells auf der Dreierwalder Kirmes am 31. August vergangenen Jahres endete gestern in Ibbenbüren vor Gericht. Die Angeklagte war wegen Krankheit nicht erschienen. Ein Hinderungsgrund für einen Strafbefehl war das für das Gericht jedoch nicht. In Abwesenheit brummte ihr der...

Monika Koch

Dreierwalde/Ibbenbüren. Eine handgreifliche Auseinandersetzung um den Standplatz eines Kinderkarussells auf der Dreierwalder Kirmes am 31. August vergangenen Jahres endete am Montag in Ibbenbüren vor Gericht. Die Angeklagte war wegen Krankheit nicht erschienen. Ein Hinderungsgrund für einen Strafbefehl war das für das Gericht jedoch nicht. In Abwesenheit brummte ihr der Strafrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft eine Geldbuße von 800 Euro bei 40 Tagessätzen wegen vorsätzlicher Körperverletzung auf. Immerhin hatte die 31-jährige Angeklagte ihrer Rivalin mit einem Faustschlag ins Gesicht einen Nasenbeinbruch zugefügt, der dem Opfer noch heute zu schaffen mache. „Vielleicht muss die Nase noch einmal gebrochen werden, ich habe Schmerzen an der Nase und oft Kopfschmerzen“, schilderte sie die Beschwerden seit der Verletzung. Vor dem Faustschlag hatte die Kontrahentin ihr zudem an den Haaren gezogen. Der Streit war eskaliert, als die Geschädigte ihr Kinderkarussell mit Genehmigung aufbauen ließ und die Andere sich direkt neben ihr, ebenfalls mit einem Kinderkarussell, postierte. Der Platzmeister versagte ihr den Aufbau. Daraufhin begab sich die Angreiferin mit Familienangehörigen zum Wohnwagen der Geschädigten und griff sie an. Ein Zivilverfahren wurde noch nicht eingeleitet, offensichtlich wollte man zunächst den Ausgang der Verhandlung abwarten. Aber der Nebenklagevertreter stand wohl in den Startlöchern, Ansprüche geltend zu machen. Zwei Wochen hat die Angeklagte jetzt Zeit, Einspruch gegen den Strafbefehl zu erheben. Danach muss sie die Strafe zahlen, oder es folgt eine Verhandlung, bei der sie als Zeugin aussagen muss. Die Aussage auf ihrem ärztlichen Attest, war nach Überzeugung des Gerichts zu lapidar: „Aus gesundheitlichen Gründen kann sie nicht an der Verhandlung teilnehmen“, bescheinigte ihr ein Arzt.

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