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Strukturwandel im Einzelhandel

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Gronau-Epe. Der abendliche Schaufensterbummel entlang liebevoll dekorierter Geschäftsauslagen oder das fachkundige Beratungsgespräch beim Kauf von Kleidung und Geräten sind Leistungen des Einzelhandels, die die Kundschaft gern und selbstverständlich nutzt. Welche langfristigen Auswirkungen neue Betriebsformen wie Fachmärkte, Discounter, Factory-Outlet-Center und vor allem die zunehmende Filialisierung erwarten lassen, dieser Frage geht am kommenden Montag ab 20 Uhr Dipl.-Volkswirt Hans-Bernd Felken im Hotel Schepers nach. Er folgt damit einer Einladung der Eper Werbegemeinschaft, die den Geschäftsführer der IHK Nord Westfalen insbesondere wegen seiner regionalen Sachkenntnisse zu schätzen weiß.

Ein sich wandelndes Verbrauchsverhalten mit Konsumzurückhaltung und besonderer Preissensibilität macht dem mittelständischen Einzelhandel seit Jahren zu schaffen. Wen verwundert es da, dass zunehmend weniger Söhne und Töchter in die beschwerlichen Fußstapfen ihrer Eltern treten möchten und der Anteil an inhabergeführten Geschäften seit 1980 von 55 Prozent auf derzeit weniger als 28 Prozent geschrumpft ist. Dabei ist die Bedeutung des kleingliedrigen Einzelhandels als Arbeits- und Ausbildungsstätte ebenso wie als Steuerzahler unbestritten. Seine Standortverbundenheit und Individualität spiegeln sich insbesondere im lokalen Engagement wieder, das die Filialisten weitestgehend vermissen lassen. Auf der Suche nach Strategien, die sich individuell in der Gemeinschaft umsetzen lassen, kann der Referent zwar keine Patentrezepte aus dem Hut zaubern – wohl aber zukunftsweisende Denkanstöße zur Diskussion stellen.

Der Vortrag richtet sich an örtliche Geschäftsleute beider Ortsteile, zentrumsnahe Wohneigentümer sowie interessierte Bürger. Die Teilnahme ist kostenlos.

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