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Studierte Pferdewirte aus Dülmen - Stadt will Fachhochschul-Standort werden

Ralf Repöhler

Dülmen - Die Stadt Dülmen will zum Wintersemester 2010/2011 Fachhochschul-Standort werden. In der Form eines Akademiemodells sollen ein duales Studienangebot im Bereich der betriebswirtschaftlichen Fächer und eine Spezialisierung im Bereich der Pferdewirtschaft Realität werden. Abschluss für die Studierenden dieser Ausbildungsgänge soll der Bachelor sein.

Die Fachhochschule Gelsenkirchen und die niederländische Fachhochschule „Institut van Hall Larenstein“ in Wageningen zeichnen sich als Partner für eine Kooperation ab. Die Dülmener Politik wird heute einen Grundsatzbeschluss fassen. Ziel ist es laut Dülmens Bürgermeister Jan Dirk Püttmann, einen betriebswirtschaftlichen Studiengang zu schaffen, der gezielt auf den Bedarf der Region eingeht. Die Unternehmen, die von Anfang an mit eingebunden sind, sollen die Chance bekommen, ihr Personal vor Ort qualifizieren zu können. Püttmann verspricht sich vor allem mit der Spezialisierung im Bereich der Pferdewirtschaft auf das richtige Pferd in der Pferderegion Münsterland zu setzen. „Wir knüpfen an die Stärke unserer Region an. Der Kreis Coesfeld ist schließlich der Kreis mit den meisten Pferden“, sagt er.

Vor diesem Hintergrund hatte die Stadtspitze den Kontakt zu der niederländischen Fachhochschule gesucht. Der Ältestenrat, gebildet aus den Ratsfraktionen in Dülmen, sprach sich dafür aus, eine Marktstudie zu der Spezialisierung im Bereich der Pferdewirtschaft erstellen zu lassen. Diese liegt inzwischen vor und kommt nach Informationen unserer Zeitung zu einer grundsätzlich positiven Einschätzung.

Bereits im Juni hatte Püttmann von zwei grenzüberschreitenden Fachhochschulen als Partnern gesprochen - „einer deutschen und einer niederländischen“. Wie aus dem Rathaus zu erfahren war, hätten beide inzwischen ihre Bereitschaft erklärt, ein auf die regionalen Wirtschaftsbedürfnisse abgestimmtes Angebot zu entwickeln. Die genauen Inhalte müssen in den kommenden Wochen ausgearbeitet werden.

Als Standorte sind in Dülmen ein Grundstück in Bahnhofsnähe und eines auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne, die vor der generellen Umwandlung steht, im Gespräch. Dort ist unter anderem der Bau einer neuen Reithalle und ein Projekt „Wohnen mit Pferd“ mit entsprechend großzügigen Grundstücken vorgesehen.

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