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Stuttgart rüstet sich mit 3:1-Derbysieg gegen KSC für Pokal

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Stuttgart – Der VfB Stuttgart hat sich mit einem 3:1 (2:0)-Derbysieg gegen den Karlsruher SC neues Selbstbewusstsein geholt und kann den Blick langsam wieder in Richtung UEFA-Cup richten. Dank der Treffer von Mario Gomez (5. Minute), Roberto Hilbert (25.) und Cacau (88.) feierte der mit zwei Pleiten in die Rückrunde gestartete deutsche Fußball-Meister am Samstag den zweiten Sieg hintereinander.

Trotz des Gegentreffers durch Tamas Hajnal (81.) glückte den Schwaben vor 55 000 Zuschauern im ausverkauften Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion damit die Generalprobe für das Viertelfinal-Heimspiel im DFB-Pokal am Dienstag gegen den FC Carl Zeiss Jena. Der starke Aufsteiger aus Karlsruhe kassierte die erste Niederlage des Jahres.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir das Derby gewonnen haben“, sagte VfB-Trainer Armin Veh. „Es hat geholfen, dass wir früh in Führung gegangen sind. Meine Mannschaft hat heute einen großen Fight geliefert. Das muss man in dieser Phase machen.“ KSC-Coach Edmund Becker bemängelte dagegen, dass seine Elf „sehr viel Aufwand für wenig Ertrag betrieben“ habe. „Heute haben uns die letzte Präzision und das Durchsetzungsvermögen Richtung VfB-Tor gefehlt.“

Einen idealen Einstand in das 42. schwäbisch-badische Nachbarschaftsduell bescherte dem VfB, in dessen Tor der 19-jährige Sven Ulreich erneut den Vorzug vor Raphael Schäfer erhielt, ihr Torschütze vom Dienst: Nach einem Fehler von KSC-Kapitän Mario Eggimann ließ Gomez bei seinem 11. Saisontreffer – dem vierten in drei Spielen – mit einem Flachschuss aus 18 Metern Markus Miller im Gäste-Tor keine Chance. Mit dem Treffer im Rücken ging der deutsche Meister die intensiv geführte Partie zwar engagiert an, konnte spielerisch aber nicht überzeugen. Der Aufsteiger aus Karlsruhe wirkte im Spielaufbau flexibler und erarbeitete sich über die gesamte erste Halbzeit mehr Spielanteile, ohne dabei aber das VfB-Tor ernsthaft in Gefahr bringen zu können.

Stuttgart gelang es kaum, sein Flügelspiel aufzuziehen und mit präzisen Flanken Unruhe in den Karlsruher Strafraum zu bringen, ehe Hilbert für die Vorentscheidung sorgte. Nach einem Freistoß des enorm bissigen Pavel Pardo, der nach seiner Nichtberücksichtigung in Duisburg wieder in der Startelf stand, brachte der Nationalspieler den Ball aus kurzer Distanz mit einer artistischen Sprungeinlage über die Linie. „In der ersten Halbzeit haben wir defensiv nicht gut gestanden. Wir haben einiges zugelassen“, erklärte KSC-Abwehrchef Eggimann. „Wir haben heute verdient verloren. Wir sind aber weiter super dabei.“

Auch in der zweiten Hälfte, in der die Karlsruher Fans ihrem Frust durch das Abschießen von Feuerwerkskörpern Luft machten, konnten die Badener den VfB lange nicht ernsthaft gefährden, bis Hajnal mit seinem Tor noch einmal für Spannung sorgte. Doch der eingewechselte Cacau machte mit seinem Treffer alles klar.

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