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Keine Spur von Kristoffer

Suche mit Spürhunden und Hubschrauber

Martin Kalitschke

Münster - Erst suchten 16 Spürhunde der Polizei den vermeintlichen Nachhauseweg des seit vier Tagen vermissten Studenten Kristoffer Bernzen ab. Dann flog ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera über die Strecke zwischen der „Atelier Bar“ am Bült - wo er zuletzt gesehen wurde - und St. Mauritz. In beiden Fällen endete die Suche jedoch „ohne Ergebnis“, berichtet Polizei-Sprecher Jan Schabacker: „Wir haben keine Hinweise zum Verbleib von Kristoffer Bernzen.“

Dass er sich lediglich „abgesetzt“ haben könnte, schließt die Polizei mittlerweile aus. „Wir sind in Sorge, dass ihm etwas zugestoßen sein könnte“, so Schabacker. Seine Behörde hoffe nun auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung - und von Internet-Nutzern: Die Familie des Vermissten hat nicht nur die Homepage www.krissi-ist-weg.de freigeschaltet, sondern bittet auch via Facebook und StudiVZ um Mithilfe.

„Leider haben uns bislang keine sachdienlichen Hinweise erreicht“, bedauert der Bruder des Vermissten, Benedikt Bernzen. Nachdem ein Anrufer berichtet hatte, eine Brille gefunden zu haben, sei er „sofort rausgefahren“: „Es war dann aber nicht seine Brille.“ Daneben sei die Familie von „völlig unbekannten Menschen“ angerufen worden, die angeboten haben, den vermeintlichen Nachhauseweg von Kristoffer noch einmal mit ihren Hunden abzugehen.

Dennoch: „Die Hoffnung sinkt“, räumt Benedikt Bernzen ein. Wie die Polizei hält auch er es für ausgeschlossen, dass sein Bruder freiwillig verschwunden sein könnte: „Er ist sehr zuverlässig.“

Der 24-jährige Kristoffer Bernzen war zuletzt am Heiligen Abend um 5 Uhr früh in der „Atelier Bar“ gesehen worden, wo er mit Freunden das Ende der Klausurenzeit feierte. Laut Polizei wollte er von dort aus zu seiner Wohnung nach St. Mauritz aufbrechen. Seitdem verliert sich seine Spur.

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