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Nabu-Serie

Süßer Prinz aus Norddeutschland

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Finkenwerder Herbstprinz - wer diesen Namen hört, kann leicht enttäuscht werden: Nicht nur dass diesem Prinzen ein Königreich fehlt, auch kommt er bestimmt nicht auf einem Pferd geritten. Aber kann er auch den ersten Erwartungen nicht gerecht werden, so vermag er es doch, auf andere Weise viel Freude zu bereiten.

Beim Finkenwerder Herbstprinzen handelt es sich um eine alte Apfelsorte, die ursprünglich aus dem Gebiet der unteren Elbe stammt. In einigen Gegenden ist sie auch unter dem so gar nicht fürstlich klingenden Namen Hasenkopf bekannt. Dieser Apfel wurde früher sehr geschätzt, weil er süß und würzig schmeckt und sich gut lagern lässt. Sein Äußeres gilt dagegen als eher bescheiden, zumal die Frucht am besten schmeckt, wenn die Schale schon etwas welk wird. Vielleicht ist dies ein Grund dafür, dass diese Apfelsorte in den vergangenen Jahrzehnten an Bedeutung verloren hat.

Um sicher zu gehen, dass man ein Exemplar dieser Sorte in der Hand hält, muss man den Apfel schütteln und ans Ohr halten. Denn die Kerne liegen lose innerhalb des Gehäuses, so dass sie beim Schütteln zu hören sind. Daher heißt diese Apfelsorte auch umgangssprachlich Klapperapfel.

Alte Obstsorten sind ein wichtiges Gut in unserer Kulturlandschaft. Leider findet man sie immer seltener auf unseren Wiesen und Feldern.

Der Nabu legt daher viele Streuobstwiesen mit alten Obstsorten an. Diese dienen nicht nur als Lebensraum für unzählige Tierarten, sondern sollen auch alte Obstsorten wie den Finkenwerder Herbstprinzen erhalten.

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