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Rot Weiss Ahlen

Teilerfolg zum Hock-Debüt

Franz Prinz

Koblenz/Ahlen - Lars Toborg war wieder Kapitän, die Neuzugänge Thomas Bröker, Marcel Reichwein und Darlington Omodiagbe standen von Beginn an auf dem Platz, dies alles in einem flachen 4:4:2-System, so wollte es Rot-Weiß Ahlens neuer Trainer Christian Hock in Koblenz richten. Und RW Ahlen schaffte zumindest einen 1:1-Teilerfolg, weil Lars Toborg nach genau 1046 Minuten wieder traf.

In der 56. Minute glich er die Koblenzer Führung aus der siebten Minute (Lense hatte freistehend einköpfen können) aus. Sein letztes Tor hatte er am 31. Spieltag beim 2:0-Sieg über den FC Ingolstadt erzielt. Und er hatte sogar zweimal ein zweites Tor auf dem Fuß, doch sowohl in der 31. als auch in der 46. Minute jagte er die Kugel knapp über das Tor. Die Einwechslung von Christian Mikolajczak nach 45 Minuten für Thomas Bröker war ein echter Glücksgriff von Christian Hock. Denn über „Miko“ liefen nach der Pause viele gute Angriffe, und mit etwas Glück hätte er sogar noch den Siegtreffer erzielt. „Ich konnte den Ball nicht mehr gut genug zirkeln“, beschrieb er später die Situation, als er in der 70. Minute frei vor Torhüter David Yelldell auftauchte, dieser den Ball aber noch mit seinem Körper abwehren konnte.

„Vielleicht klappts ja in einer Woche“, hofft Mikolajczak, am kommenden Freitag gegen den FC Augsburg von Beginn an dabei zu sein (18 Uhr). Die Partie hatte für die Gäste aus Ahlen denkbar schlecht begonnen. Es waren gerade sieben Minuten gespielt, als der Koblenzer Neuzugang Ervin Skela von der rechten Seite flankte, niemand in der Ahlener Abwehr sich um Benjamin Lense kümmerte, der mit einem wuchtigen Kopfstoß Sascha Kirschstein keine Abwehrchance ließ. Ahlen in der Folge verunsichert, ohne Selbstbewusstsein und mit Glück, weil Shefki Kuqi nur acht Minuten nach dem Koblenzer Führungstor den Pfosten traf. Dennoch plötzlich die Riesenchance zum Ausgleich: TuS-Keeper Yelldell stößt Forkel im eigenen Strafraum um, beide bleiben am Boden liegen, der Ball kommt zu Lars Toborg, doch dieser gerät zu sehr in Rückenlage und hebt die Kugel über das in diesem Augenblick leere Tor (31.).

Insgesamt verloren die Ahlener in diesen ersten 45 Minuten zu viele Zweikämpfe. Sie mussten sich deshalb immer wieder stürmischer Koblenzer Angriffe erwehren. Umso überraschender jedoch das Spiel der Gäste nach der Pause. Vielleicht war es die gelungene Aktion über Mikolajczak gleich nach dem Anpfiff, als er Toborg auflegte, dieser jedoch verschoss - jedenfalls spielten sie nun mutiger, machten die Räume enger und ließen kaum noch gelungene Spielzüge der Platzherren zu. „Keine Frage, das haben die Ahlener nach der Pause gut gemacht“, lobte auch Ex-Coach Uwe Rapolder. Jetzt ließen die Ahlener den Ball schön laufen, gewannen plötzlich auch die entscheidenden Zweikämpfe im Mittelfeld, und als Lars Toborg in der 56. Minute zum 1:1 ausglich, lag sogar ein Ahlener Sieg in der Luft. „Vielleicht hat danach dann der absolute Siegeswille gefehlt, sonst wäre sicherlich auch noch mehr möglich gewesen“, bilanzierte Christian Hock, der eigentlich keine Minute mehr zittern musste, weil die Koblenzer nach dem Seitenwechsel zu keiner Torchance mehr kamen.

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