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Terrorverdächtiger Omar D. kommt angeblich aus Rheine

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Rheine. Einer der beiden Terrorverdächtigen, die eine Spezialeinheit der Polizei am Freitagmorgen am Flughafen Köln / Bonn festgenommen hat, soll aus Rheine kommen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

Ermittler hätten den Brief eines Familienangehörigen des 23-jährigen Somaliers Omar D. im Fluggepäck entdeckt. Aus diesem gehe hervor, dass sich der Verdächtige aus Rheine bei seiner Familie verabschiedet habe, um in den „Dschihad“, den „Heiligen Krieg“, zu ziehen. Omar D. soll dem Bericht zufolge an einer niederländischen Universität studiert haben. Sein ehemaliger Mitbewohner Michael K. habe seit etwa eineinhalb Jahren einen schleichenden Wandel beobachtet: „Gebetet hat Omar schon immer, aber er wurde immer extremer“.

Schon vor der Festnahme hätten die Behörden erwogen, Omar D. den Reisepass zu entziehen, schreibt das Magazin weiter. Die Ermittler vermuten, dass die beiden Verdächtigen nach Pakistan weiterreisen wollten. Aber auch auf einen möglichen Anschlag in Afrika habe es Hinweise gegeben.

Zwischen Omar D., dem ebenfalls in Köln festgenommenen Abdirazak B. und dem terrorverdächtigen, deutschen Konvertiten Eric Breininger existiere zumindest eine indirekte Verbindung. Alle drei Männer sollen den Bonner Mohammed B. kennen. Der steht unter Verdacht, junge Gotteskrieger-Rekruten nach Pakistan vermittelt zu haben.

Das Landeskriminalamt wollte aus „ermittlungstaktischen Gründen“ am Samstag auf Anfrage unserer Zeitung den Spiegel-Bericht weder bestätigen noch dementieren. Die Bonner Staatsanwaltschaft hat inzwischen einen Haftbefehl gegen die beiden Männer erlassen. Es gebe Anlass zu der Annahme, „dass beide in naher Zukunft einen Anschlag geplant hatten“, sagte der Bonner Oberstaatsanwalt Friedrich Apostel.

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