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THC vor schwerer Zerreißprobe

Ansgar Griebel

Münster. Das Training am Krummstab wurde ersatzlos gestrichen, am Dienstagabend herrschte bei der ersten Hockey-Herrenmannschaft des THC Münster dringender Gesprächsbedarf. Am Ende der Mannschaftssitzung war dann auch die Mannschaft am Ende: 16 von 20 Aktiven des Verbandsligateams nahmen ihre Spielerpässe mit nach Hause, sie wollen künftig nicht mehr für den THC antreten. Bereits die Ausführung des kommenden Heimspiels am Sonntag gegen Dortmund ist damit gefährdet. Grund für den kollektiven Rückzug sind die Diskrepanzen zwischen Spielern und Vorstand, die sich in den vergangenen Wochen offensichtlich zu einem unüberbrückbaren Graben ausgeweitet haben.

Ein Schlichtungsgespräch am Montag hatte nicht ausgereicht, die erhitzten Gemüter zu beruhigen, stattdessen steht der THC Münster jetzt vor einer ganz schweren Bewährungsprobe. Bereits im Sommer hatte der damalige Hockeyobmann und Trainer der ersten Mannschaft, Stefan Wiechers, sämtliche Ämter niedergelegt. Das Team organisierte Training und Spielbetrieb fortan selbst und wartete auf einen neuen Trainer. Den beschaffte der THC-Vorstand Ende Oktober in Person von Wolfgang Radner. Doch die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Regionalligaspieler endete bereits nach wenigen erfolglosen Wochen mit dem Rücktritt des Trainers. Als daraufhin der Vorstand in der Öffentlichkeit massiv Kritik an der Mannschaft übte, nahm die Schieflage des Haussegens in der THC-Hockeyabteilung bedrohliche Formen an. Das Klärungsgespräch am Montagabend brachte zumindest aus Sicht der Spieler eben keine Klärung geschweige denn Rückendeckung für die Mannschaft, die jetzt nahezu geschlossen die Konsequenzen zog. Für den 1. Vorsitzenden des THC, Dieter Schiwotz, kam diese Entwicklung dagegen sehr überraschend. „Wir hatten am Montag eine Basis gelegt, auf die man bauen konnte“, so Schiwotz.

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