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Filmrezensionen

„The Book of Eli“: Apokalypse-Thriller

wn

In einer Welt 30 Jahre nach dem „Flash“, der alles auslöschte, herrschen Zustände wie in der legendären „Mad Max“-Trilogie mit Mel Gibson.

Bewaffnete Motorrad-Gangs, die für Sprit morden, vergewaltigen und überfallen, beherrschen in „The Book of Eli“ die Restwelt der USA, die derart monochrom gefilmt ist, dass der Film fast wie Schwarzweiß wirkt.

Eines Tages taucht ein Fremder (Denzel Washington) in den post-apokalyptischen Ruinen auf, der sich als Meister mit dem langen Messer durch die Unholde metzelt. Er trägt ein Buch bei sich, das das letzte seiner Art ist und hinter dem eine Bande unter Führung von Gary Oldman her ist.

Das reicht für die wüste Story, die die Brüder Albert und Allen Hughes („From Hell“, mit Johnny Depp) in ziemlich suggestiv wirkenden Bildern aufnehmen, die irgendwo zwischen Andrej Tarkowskijs „Stalker“ und der „Resident Evil“-Reihe angesiedelt ist.

Für Genrefreunde wegen der apokalyptischen Atmosphäre nicht ohne Reiz, aber die aktuellen Anspielungen auf die letzten Reste von Zivilisation, die auf dünnem Firnis der Barbarei gegenüberstehen, sind dann doch etwas zu dünn, um eine wirklich neue Weltsicht zu schaffen.

Ein kleines Zwischen-Hoch mit einem coolen und souveränen Denzel Washington.

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