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„The Fountain“: Viel Fantasy-Kitsch

Hans Gerhold

Ein Großprojekt zu stemmen ist nicht jedermanns Sache. Die leidvolle Erfahrung musste der hoch gehandelte Regisseur und Autor Darren Aronofsky („Requiem For A Dream“, „Pi“) mit seiner ambitionierten Mischung aus Fantasy und Science Fiction machen.

Auf drei Zeitebenen – während der Spanischen Inquisition, im New York von heute und im 26. Jahrhundert – sucht Hugh Jackman („X-Men“) nach Unsterblichkeit. Als Conquistador für Königin Isabel (Rachel Weisz), als Arzt, der seine Frau (Weisz) vor dem Krebstod bewahren will, und als Astronaut, der für seine Geliebte (Weisz zum Dritten) die Unsterblichkeit sucht. Oder so ähnlich.

Denn irgendwie laufen in dieser sich über Jahrtausende erstreckenden Suche nach der ewigen Jugend die Erzählfäden auseinander, finden nie wirklich zusammen. Viele schöne Bilder und schwache Computertricks verschwinden in esoterischem Fantasy-Kitsch, in dem zu viel pseudophilosophisch räsoniert und zu wenig im Sinn Bedeutung schaffender Taten gehandelt wird. Und der titelgebende Brunnen kommt auch nicht vor.

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