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USC Münster

Thomsens perfekter Einstand

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Münster - Der USC Münster hat endlich wieder eine Nationalspielerin. Beim Testländerspiel vor knapp zwei Wochen gegen Japan in Angermünde feierte Libera Lisa Thomsen ihre Premiere im Trikot des Deutschen Volleyball-Verbandes. Weil die 23-Jährige beim 3:0-Erfolg vieles richtig und wenig falsch machte, nahm Bundestrainer Giovanni Guidetti sie dann auch gleich mit zum Nationen-Turnier in Montreux. Nach der Rückkehr gestern sprach unser Redaktionsmitglied Wilfried Sprenger mit der nun schon vierfachen Auswahlspielerin.

Die erste perfekte Annahme oder der erste Hechtbagger - was bleibt hängen vom Länderspiel-Debüt?

Lisa Thomsen: Nichts Spezielles, vielleicht die Glückwünsche von den Mitspielerinnen. Der ganze Tag war perfekt, er hätte nicht schöner sein können. Auch weil der Bundestrainer mir gesagt hat, dass er auch in Montreux auf mich setze.

Und wie war es dann in der Schweiz. Sie standen ja unter besonderer Beobachtung: Ihre Eltern waren vor Ort . . .

Thomsen: Ach, auch Montreux war super toll. Ich habe sogar gegen Brasilien gespielt. Das ist die beste Mannschaft der Welt, dieses Turnier werde ich nie vergessen.

Wie geht es nun weiter für Sie im Nationalteam?

Thomsen: Zunächst mit einem Lehrgang ab Donnerstag in der Sportschule Kienbaum.

Dort wird auch Kerstin Tzscherlich, Deutschlands beste Libera der letzten Jahre, wieder zum Kader stoßen. Bleibt danach noch Platz für Sie?

Thomsen: Keine Ahnung, was der Sommer für mich bringt. Ich bin sehr glücklich, dass ich schon einmal schnuppern durfte und will mich natürlich mit konstant guten Leistungen weiter anbieten. Das letzte Wort bei der Kader-Nominierung hat natürlich der Bundestrainer.

Über den hört man fast immer nur Gutes . . .

Thomsen: Er ist wirklich ein ganz netter Kerl. Das sagen auch die anderen Nationalspielerinnen.

Und was hat Guidetti zu Ihnen am Ende des Turniers in Montreux gesagt?

Thomsen: Dass er mit mir sehr zufrieden sei.

Ihr Vertrag beim USC läuft aus. Geht es für Sie weiter in Münster?

Thomsen: Das kann ich noch nicht sagen.

Warum nicht?

Thomsen: Weil ich jetzt drei Wochen unterwegs war und erst einmal telefonieren muss, um zu erfahren, was beim USC passiert ist.

Johanna Barg ist weg, sie wechselt nach Wiesbaden.

Thomsen: Das habe ich noch mitbekommen, Johanna ist eine gute Freundin.

Was hält Sie davon ab, in Münster zu verlängern?

Thomsen: Zunächst möchte ich wissen, wie es beim USC weitergeht. Wenn das Ziel heißt, Hauptsache Klassenerhalt, fände ich das nicht so toll. Es ist mir schon wichtig, zu wissen, dass wir eine gute Mannschaft haben, die im Mittelfeld mitmischt oder vielleicht noch ein bisschen höher.

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