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„Three Burials“: Zeitgemäßer Western

Hans Gerhold

Im Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko erschießt in „Three Burials – Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada“ ein junger Ranger (Barry Pepper) den titelgebenden illegalen Farmarbeiter und verscharrt die Leiche, die von zwei Jägern entdeckt wird. Die Polizei macht keine Anstalten, das Verbrechen aufzuklären, und beerdigt Melquiades im Gemeinschaftsgrab. Da nimmt der beste Freund des Toten, Ranch-Vorarbeiter Pete (Tommy Lee Jones), die Sache in die Hand. Er zwingt den Täter, die Leiche wieder auszugraben und mit ihm und dem Toten nach Mexiko zu reiten, damit Melquiades eine würdige Bestattung in seiner Heimat erfährt. Der Ritt des Trios dreht die politische Realität um: Denn jetzt sind es Amerikaner, die illegal nach Mexiko reisen und von der Polizei verfolgt werden.

Das Regiedebüt von Tommy Lee Jones ist auf dieser Ebene ein zeitgemäßer Western, der seine spannende Odyssee als Geschichte über Schuld und Sühne und Freundschaft über den Tod hinaus in außergewöhnlich Bilder karstiger Steppen und rauer Gebirgs- und Felslandschaften packt und in Erinnerung an die Western-Meister Budd Boetticher und Randolph Scott („Alles auf eine Karte“) unter einem Galgenbaum endet. Absolut sehenswert. |Cinema

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