1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Tiefschlag für Nürnberg: Nur 1:1 im Kellerderby gegen Rostock

  6. >

Tiefschlag für Nürnberg: Nur 1:1 im Kellerderby gegen Rostock

wn

Nürnberg – Hansa Rostock hat Hans Meyer das Trainerjubiläum gründlich verdorben. Mit einem 1:1 (1:1) am Samstag in einem erschreckend schwachen Kellerderby beim 1. FC Nürnberg holten die Hanseaten einen wichtigen Punkt im Kampf um den Verbleib in der Fußball-Bundesliga und versetzten dem DFB-Pokalsieger im Abstiegskampf einen bitteren Tiefschlag.

Mit seinem ersten Bundesligator für den FCN hatte der tschechische Nationalspieler Jan Koller (19.) den „Club“ vor 36 470 Zuschauern in Führung geköpft. Acht Minuten später nutzte Christian Rahn einen Blackout der gesamten Nürnberger Abwehr zum Ausgleich für die Rostocker, die nun schon seit über vier Monaten ohne Auswärtssieg sind.

Fünf Tage vor dem UEFA-Cup-Gastspiel bei Benfica Lissabon am Donnerstag konnte Trainer Meyer mit seinem 75. Spiel als „Club“-Trainer gar nicht zufrieden sein. Nach überzeugendem Beginn und einigen schön herausgespielten Möglichkeiten gerieten die Franken durch den Ausgleich von Rahn total aus dem Rhythmus. In der zweiten Halbzeit bemühte sich der FCN, doch es fehlten die spielerischen Mittel, um das defensiv gut organisierte Team von Trainer Frank Pagelsdorf ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

Doch nach dem völlig überraschenden Ausgleich der Hanseaten war von dem zuvor guten und zielstrebigen Spiel der engagierten Franken nicht mehr viel zu sehen. Rahn war bei einem totalen Blackout der FCN-Abwehr, in der Michael Beauchamp den gesperrten Andreas Wolf vertrat, hellwach und überlistete Torhüter Jaromir Blazek mit einem Heber. Vorausgegangen war ein weiter Schlag der Rostocker aus der eigenen Abwehr und ein kollektiver Tiefschlaf der Nürnberger Defensive.

Bis dahin hatte Hansa, das wegen Verletzung oder Erkrankung auf Kapitän Stefan Beinlich, Gledson, Sebastian Hähnge und Victor Agali verzichten musste, keine echte Tormöglichkeit. Der Gastgeber dagegen hätte höher führen können, hatte aber Pech bei einem Pfostenschuss von Zvjezdan Misimovic (9.). Der zuletzt schmerzlich vermisste Mittelfeldspieler war nach längerer Verletzung wieder mit von der Partie, musste aber nach 25 Minuten gegen Iwan Saenko ausgetauscht werden. Misimivoc hatte sich zu Spielbeginn eine den Fuß verknickt.

Startseite