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Lenz-Thema

Tobias, der Elektroniker: Von Schaltungen und Sprungbrettern

wn

Tobias Bensmann hats geschafft. Er ist Geselle. Vor fast zwei Wochen hat er die letzte Prüfung bestanden. Ein Zwischenstopp auf seinem weiteren Weg, den der 20-Jährige schon jetzt fest im Blick hat.

Elektrotechnik ist ein Sprungbrett: Danach hat man 1000 Möglichkeiten weiterzumachen.

Die Branche wechseln? Etwas ganz anders machen? Kommt nicht in Frage! Er will jetzt als Elektroniker Erfahrungen sammeln, Geld verdienen und zur Seite legen, um in einigen Jahren auf die Meisterschule zu gehen.

Sein Ausbilder Ralf Plogmann hört von den Plänen und nickt zustimmend. „Elektrotechnik ist ein Sprungbrett“, sagt er. „Danach hat man 1000 Möglichkeiten weiterzumachen.“ Neben dem Meister, der Voraussetzung für ein eigenes Elektrounternehmen ist, gebe es die Weiterbildung zum Techniker oder den Weg zur Fachhochschule in den Studiengang Elektrotechnik. Und auch innerhalb der Betriebe könne man sich gut auf einzelne Spezialgebiete fokussieren.

Wenn Tobias überlegt, was Elektroniker in großen Gebäuden leisten, wird genau diese Vielfalt klar: „Die Beleuchtung natürlich, die elektrischen Rollos, die Steckdosen, Brandmeldeanlagen, Lüftungsanlagen.“ Er macht selten die immer gleichen Arbeitsgänge. Für so viele unterschiedliche Facetten verzichtet Tobias auf ein höheres Gehalt, denn Elektroniker - beispielsweise in der Industrie - verdienen mehr als ihre Kollegen im Handwerk. „Deren Job ist dagegen krisenfester“, sagt Plogmann. Eine Sicherheit, mit der Tobias seinen Weg weitergeht.

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