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Toleranzgrenze erreicht

Ansgar Griebel

Münster. Über Helmhaare ärgert sich beim SC Preußen schon lange niemand mehr. War es zu Beginn der Bauarbeiten im Preußenstadion noch eine Frage der lästigen Vorschriften, auf der Baustelle einen Helm zu tragen, so ist es inzwischen längst eine Sache der persönlichen Sicherheit. Nachdem vor zwei Wochen die Tribünenkonstruktion umgestürzt arbeiter leicht verletzt wurden, kippte am Dienstag eine Fertigbauwand bei der Endmontage um. Ohne Kopfschutz bewegt sich derzeit niemand über die Baustelle, Kopfzerbrechen bereitet sie dennoch.

Gestern hatte der Verein nach diesem neuerlichen Montageunfall einen eiligen Dringlichkeitstermin mit der ausführenden Baufirma, der Bremer AG, anberaumt. Inhaber Wolfgang Bremer und Geschäftsführer Josef Ellebracht hatten sich eigens aus Paderborn auf dem Weg zur Hammer Straße gemacht. „Die Situation ist für uns äußerst unangenehm und wir können uns nur beim Verein entschuldigen und für den entstandenen Schaden gerade stehen“, so Wolfgang Bremer. „Darüber hinaus haben wir bereits den Austausch der in den Unfall involvierten Monteure vorgenommen und werden weiterhin alles in unserer Macht stehende tun, um einen weiteren unfallfreien Bauablauf sicherzustellen“, ergänzt Josef Ellebracht.

Thomas Bäumer, Aufsichtsratsvorsitzender des SC Preußen, brachte nach dem gut einstündigen Gespräch noch einmal die aktuelle Gemütslage im Vereinsvorstand auf den Punkt: „Wir haben unseren Unmut über die unzureichende Leitung der Baustelle unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. Über die weitere Abwicklung der Schäden wird noch zu sprechen sein.“ Auch Präsident Dr. Marco de Angelis verdeutlichte, dass die Preußen keine weiteren Vorfälle mehr hinzunehmen bereit sind. „Die Entschuldigung von höchster Stelle der Bremer AG ist durchaus angekommen, gleichwohl weise ich darauf hin, dass die Geschäftsführung der Bremer AG zur Kenntnis genommen haben dürfte, dass unsere Toleranzgrenze in puncto Montageunfällen mehr als erreicht ist“, erklärte der Preußen-Präsident.

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