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Tote bei mutmaßlichem Anschlag nahe Roter Moschee

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Islamabad – Bei einem mutmaßlichen Selbstmordanschlag nahe der am Freitag wieder eröffneten Roten Moschee in Islamabad sind mindestens sieben Menschen getötet und Dutzende verletzt worden.

Ein dpa-Reporter berichtete vom Anschlagort, zu der Explosion sei es auf einem belebten Markt in der pakistanischen Hauptstadt gekommen. Leichen und Körperteile lägen unter Trümmern. Unter den Toten seien auch vier Polizisten. Zur Wiedereröffnung der Roten Moschee gut zwei Wochen nach der Erstürmung des Gotteshaus kam es dort zu Protesten von Islamisten.

In der Moschee riefen Gläubige nach Augenzeugenberichten zum Dschihad (Heiligen Krieg) auf. Sie weigerten sich, das Freitagsgebet unter Leitung eines von der Regierung entsandten Geistlichen zu vollziehen. Aufgebrachte Gläubige, darunter viele Koranschüler, kritisierten die Regierung von Präsident Pervez Musharraf und beschimpften den Militärmachthaber als "Hund".

Aufgebrachte Demonstranten hissten islamische Flaggen auf dem Dach des Gotteshauses. Andere begannen, die nach der Eroberung durch das Militär weiß getünchte Moschee wieder rot zu streichen.

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