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06/11c

Totilas Nüstern

wn

Ich schwimme zu wenig. Das ist erwiesen und lässt sich auch durch meine Ergebnisse bei vier Triathlonstarts im Laufe der vergangenen Jahre verifizieren. Nur so nebenbei, angekommen bin ich trotzdem, Aufgabe ist keine Option. Möglicherweise habe ich mich deshalb für die Sprintdistanz beim Sparda Münster City Triathlon entschieden, da sind nur 500 Meter zu bewältigen, zumindest unter 15 Minuten sollte ich bleiben. Aber Schwimmen im Hallenbad ist was ganz besonderes für mich. Wenn ich so meine Bahnen zum Beispiel in Hiltrup ziehe, ist nicht nur die Wasserverdrängung enorm. Nein.viel spannender ist die Zeit, wenn aus dem Wasser steige. Da fühle ich mich wie der Kerl aus der Davidoff-Werbung mit einem Block Eis auf der Schulter, meine Burstmuskel pumpt, als ob ich gerade wie Ian Thorpe 200 Meter Schmetterling geschwommen wäre. Wobei ist gar nicht weiß, ob das ein gutes Zeichen ist, schließlich soll ja alles leicht und locker vorangehen und nicht der Job eines Bauarbeiter sein Doch das Schlimmste sind meine Nebenhöhlen. Wenige Minuten nach Ende des Schwimmtrainings plustern sich meine Schleimhäute auf wie Totilas Nüstern. So fühlt sich das jedenfalls an, in Anlehnung an den Zehn-Millionen-Euro Rappen, der wie kein anderes Pferd die Dressurprüfungen tanzen kann. Eine Traversale wie Totilas kann ich jedenfalls auch tanzen. Dennoch, und hier gehts ums Wesentliche, habe ich stundenlang das Gefühl, einen ad-hoc-Schnupfen zu haben, vom Schnarchen in der Nacht ganz zu schweigen. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Zumindest habe ich in der Kalenderwoche 25 des Jahres 2011 einen Triathlon mit dicker Nase absolviert. 1000 Meter geschwommen, 32 km auf dem Rad und 10,59 km gelaufen - nicht an einem Tag, in der Woche, man bin ich ein Schlaffi. Alles ist noch steigerungfähig ...

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