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Tragischer Todesfall im Borkener Bad weiterhin ungeklärt

Borken - Nach dem tragischen Tod eines dreijährigen Jungen am Samstagabend im "Aquarius" geht die Suche nach der Ursache weiter. Ein Obduktionsergebnis liege noch nicht vor, erklärte Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer auf Anfrage. Weitere Angaben lehnte er mit Verweis auf die Persönlichkeitsrechte ab. Wie es zu dem tragischen Todesfall kommen konnte, ist für Stadtwerke...

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Borken - Nach dem tragischen Tod eines dreijährigen Jungen am Samstagabend im "Aquarius" geht die Suche nach der Ursache weiter. Ein Obduktionsergebnis liege noch nicht vor, erklärte Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer auf Anfrage. Weitere Angaben lehnte er mit Verweis auf die Persönlichkeitsrechte ab. Wie es zu dem tragischen Todesfall kommen konnte, ist für Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Hentschel ein Rätsel. Der Junge zählte zu einer von zwei Familien, die aus dem Nordkreis gemeinsam nach Borken gekommen waren. Das Unglück ereignete sich Hentschel zufolge gegen 19 Uhr im Nichtschwimmerbecken Richtung Außenanlagen. Dies ist 1,35 Meter tief. An mehreren Seiten sorgen Düsen für bewegtes Wasser. Der Oberkörper des Kindes habe aus dem Becken geragt, berichtete Hentschel. Die Mutter des Kindes habe, als sie merkte, dass mit ihrem Kind etwas nicht stimmte, den Schwimmmeister alarmiert. Dieser habe vergeblich versucht, den Jungen wiederzubeleben. Der Notarzt habe nur noch den Tod des Kindes feststellen können. In dem zu dieser Zeit gut besuchten Bad müssen sich erschütternde Szenen abgespielt haben. Die Mutter sei über den Tod ihres Sohnes in Wehklagen verfallen, so Hentschel. Das Aufsichtspersonal sei wegen der nervlichen Anspannung sofort ausgewechselt worden. Wie immer seien drei Fachkräfte – ein Schwimmmeister und zwei Gehilfen – im Dienst gewesen. Sie haben laut Anweisung regelmäßig durch das gesamte Bad zu gehen und zu kontrollieren. „Ich habe keinen Zweifel, dass das auch geschehen ist“, stellte sich Hentschel vor seine Mitarbeiter. Er könne sich an kein derart tragisches Ereignis in dem seit mehr als 20 Jahre betriebenen "Aquarius" erinnern. „Unsere Gedanken sind bei der Familie“, sagt Hentschel.

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