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Rheine

Trauer im Naturzoo: Seehündin "Herta" eingeschläfert

wn

Rheine. Trauer im Naturzoo Rheine: Seehündin „Herta“ musste am Samstag eingeschläfert werden. Herta war vor einer Woche aufgefallen, als sie die Nahrungsaufnahme verweigerte. Sie wurde daraufhin von den anderen Seehunden abgetrennt gehalten und intensiv pflegerisch und tierärztlich betreut, teilte Zoodirektor Achim Johann mit. Die aus den Symptomen und speziellen Untersuchungen – z. B. Blutproben und Röntgenaufnahmen – resultierenden Behandlungen brachten keine Besserung ihres allgemein schwachen Zustandes. Am Samstagmorgen wurde sie von Tierarzt Dr. Aloys von Buchholz eingeschläfert, um ihr Leiden zu ersparen. Der tote Seehund wird in einem Institut untersucht werden. Vielleicht war der körperlich schwache und abbauende Zustand des Seehundes einfach eine Folge des Alters. Mit fast 38 Jahren hatte Herta ein für diese Robbenart sehr hohes Alter erreicht. Es gibt wenige Fälle von Seehunden in Zoohaltung, die sogar 40 Jahre alt wurden, aber die durchschnittliche Lebenserwartung von Seehunden im Freiland liegt weiter unter solchen Marken. Herta war im September 1973 als junger Seehund aus Büsum im Tierpark Rheine eingetroffen. Als Heuler war sie an der Nordseeküste aufgegriffen und in einer Pflegestation aufgezogen worden. Der damalige und über viele Jahre für die Seehunde zuständige Pfleger Ekkehard Schulze trainierte Herta und später auch Susi und Robby, die 1975 und 1976 das „berühmte Trio“ der dressierten Seehunde vervollständigten. Tatsächlich waren die drei zu dieser Zeit die ersten und über viele Jahre die einzigen dressierten Seehunde weltweit.

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