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Start ins neue Schuljahr

Traum vom Schulfrieden

wn

Es wird unruhig: Schüler und Lehrer starten am Montag zwar noch zu weitgehend unveränderten Konditionen ins neue Schuljahr, doch das wird nicht so bleiben. Und schon jetzt muss man sagen: Da müssen sie durch. Das Ferienende wird begleitet durch eine unrühmliche Platzierung für NRW im jüngsten Bildungsgmonitor und durch eine Umfrage, die einen deutlichen Elternwunsch nach mehr Ganztagsschulen dokumentiert. Beides verdeutlicht: Es braucht im Land dringend neue Ansätze, wie die Ausbildung der Kinder nachhaltig verbessert werden kann.

Dafür müssen sich Politiker tatsächlich mit Lehrern, Eltern, Schülern und anderen Experten an einen Tisch setzen. Insofern bietet die Einladung der rot-grünen Minderheitskoalition zu Bildungsgesprächen den dringend notwendigen Rahmen. Hinter dem Vorsatz, damit einen wirklichen Bildungskonsens zu erreichen, stehen jedoch viele Fragezeichen.

Denn das Interesse von Rot-Grün ist es, die eben erst übernommene Regierungsmacht für den Umbau des Schulsystems in Richtung der Gemeinschaftsschulen zu nutzen. Der Wunsch vieler - auch CDU-geführter - Kommunen gibt Löhrmann die Gelegenheit, die Landes-CDU vor sich herzutreiben. Das schafft aber keine fruchtbare Grundlage für Gespräche. Die können nur ein Ergebnis bringen, wenn sie Zeit und Luft zu Positionsbestimmung und Diskussion lassen. Zu erwarten ist, dass es dabei hitzig und leidenschaftlich zugeht. Wenn am Ende ein Schulfrieden entstünde - schön wär´s. Auch den haben uns die bildungspolitischen Vorzeigeländer voraus.

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