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Rot Weiss Ahlen

Träumen ist nicht gestattet

Cedric Gebhardt

Ahlen. Freundschaft, sagt man, ist die perfekte Balance zwischen Individualität und Ähnlichkeit. Fast könnte man davon ausgehen, dass sich RW Ahlen 2 und der FC Eintracht Rheine deshalb am Sonntag um 14.15 Uhr in aller Freundschaft auf der Südenkampfbahn begegnen. Aber dem ist bei weitem nicht so. Die beiden Kontrahenten haben nahezu eine identische Bilanz vorzuweisen. Fünf Siege, sechs Remis, sieben Niederlagen – macht jeweils 21 Punkte. Nur in punkto Tordifferenz unterscheidet sich Rheine (20:22) von Rot-Weiß (21:28). Jetzt wollen beide Mannschaften unmittelbar vor der Winterpause noch einen Sieg verbuchen.

„Das ist unser letztes Heimspiel in diesem Jahr, da sind drei Punkte Pflicht“, gibt Manfred Christel das Ziel vor. Immerhin bestehe durchaus die Chance über den Strich zu rutschen, sprich Platz elf (oder besser) zu kapern. „Entscheidend ist aber nicht, was nach 18 Spieltagen in der Tabelle steht, sondern am Ende der Saison“, merkt der RW-Trainer an. Ebenso weiß er, dass sein Team sich in den vergangenen Wochen „zu Hause ganz ordentlich aus der Affäre gezogen“ hat. Nun soll gegen Rheine der nächste Punktgewinn hinzugefügt werden. „Dazu dürfen wir aber nicht träumen, sondern müssen wieder zu unserer Kompaktheit zurückkehren, was wir in Wiedenbrück leider nicht getan haben“, unterstreicht Manfred Christel. Ahlens Coach erwartet defensiv eingestellte Gäste. Der mit Libero agierende FCE setzt nach Vorliebe auf Konter. „Da müssen wir höllisch auf der Hut sein“, mahnt Christel.

Das Training verlief indes in dieser Woche nicht ganz optimal. Da sich Rot-Weiß in der Winterpause von bis zu vier Spielern trennen wird, wurden einige Probespieler im Übungsbetrieb vorstellig. „Damit hat man natürlich nicht die Ruhe im Training, die man sich wünscht“, hadert Christel, der gleichzeitig weiß, dass er um die Sichtung der Neuzugänge nicht herum kommt. Daher akzeptiert er die derzeitigen Bedingungen: „Um neue Spieler zu holen, muss man sie vorher sehen. Das geht nun mal nur im Training.“ Der Kader bleibt trotz der Verstärkungen bei 16 Mann, da der Verein „keinen Cent über“ hat. Das heißt im Klartext: „Wir können nur dann Spieler verpflichten, wenn auch Stellen frei werden.“

Indirekt Platz machen wird Marcel Stutter. Dessen überzeugende Leistungen sind auch Christian Wück nicht verborgen geblieben. Stutter wird deshalb die Vorbereitung zur Rückrunde mit dem Regionalliga-Team absolvieren. Einsätze des bulligen Abwehrrecken in der zweiten Garde sind aber dennoch geplant. Auch gegen Rheine steht Stutter im Kader. Im Gegensatz zu Dominik Lausch (Leistenprobleme) und Pierre Aboutou (Oberschenkelprellung). Beide werden die Begegnung wohl nur von der Tribüne aus verfolgen können.

Dabei werden sie ihren Mannschaftskollegen die Daumen drücken. Diese begegnen der Eintracht nämlich keineswegs in aller Freundschaft.

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