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USC Münster

Traumstart für den USC

J. Schulze Forsthövel

Münster - Einen besseren Saisonauftakt in die 2. Bundesliga Nord hätten die Mädels vom USC Münster II nicht erwischen können - zwei Heimspiele und gleich zwei Siege. Bei der ersten Bewährungsprobe des blutjungen Teams aus Münster trafen die Spielerinnen am Samstag in der Halle am Berg Fidel auf den Kieler TV. Ein Pflichtsieg: In drei Sätzen bewältigte das Team um Neutrainer Peter Pourie die Kieler (25:17, 25:20, 25:21) in nur 74 Minuten. Das war allerdings nur der erste Streich der zweiten Damenmannschaft. Gestern empfing das mit vielen Neuzugängen bestückte Ensemble des USC II die Favoriten vom TSV Rudow Berlin. Die Berliner - bis dato in ihren ersten vier Spielen noch ungeschlagen und somit derzeit auf dem Spitzenplatz der Tabelle - ein anderes Kaliber als Aufsteiger Kiel. So entwickelte sich ein spannender Volleyballkrimi, den der USC nach vier kräftezehrenden und hart umkämpften Sätzen für sich entscheiden konnte (25:20, 20:25, 25:22, 26:24).

Trainer Pourie, für den es in dieser Saison gilt, seine Spielerinnen fit für die Bundesliga zu machen und Potenziale für die erste Mannschaft zu entwickeln, zeigte sich höchst zufrieden: „Von der Spielanlage und von den Möglichkeiten waren wir besser als eine etablierte Zweitliga-Mannschaft. Aber es hätte gar nicht so ein Krimi werden müssen, wenn wir nicht noch zu viele Fehler gemacht hätten.“

Gleich im ersten Satz gaben die münsterischen Damen Gas und führten schon nach wenigen Minuten, wohingegen TSV Rudow Berlin nicht recht ins Spiel finden wollte. Ganz anders im darauffolgenden Satz, in dem die Berlinerinnen stark starteten, gute Kombinationen spielten und in Führung gingen. Trotz konstanten, spürbaren Engagements und hoher Motivation der USC-lerinnen konnten sie das Blatt nicht mehr wenden.

In den folgenden beiden Sätzen kämpften beide Teams um jeden Punkt, aber der USC behielt in den entscheidenden Situationen die Nerven. Trainer Pourie freute sich am Ende besonders über die Leistung der Neuzugänge Cinja Tillmann (Zuspiel), Lea Adolph (Libera) und Malene Möller (Mittelblock), die ihre ersten Bundesliga-Spiele absolvierten. Jede seiner (liebevoll als „Kinder“ bezeichneten) Spielerinnen ließ Pourie auf das Feld: „Alle sollen am Lernprozess teilhaben. Dafür nehme ich auch in Kauf, dass mal was schiefgeht.“

Aufgrund der starken Leistung des USC war auch TSV-Trainer Manuel Müller über die Niederlage seiner Mannschaft nicht allzu enttäuscht: Drei Stammspielerinnen hatten ihm gefehlt und die Schwächen in seiner Abwehr seien deutlich geworden. Daran gelte es zu arbeiten, so der Teamchef.

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