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TSC möchte in der Oberliga Fuß fassen

Wilfried Sprenger

Münster. In den Volleyball-Bundesligen ist noch ein bisschen Zeit bis zum Startschuss, in allen anderen Klassen wird der Punktspielbetrieb bereits an diesem Wochenende aufgenommen. Eine kleine Einschätzung der Dinge vor dem Start.

Neuland betreten die Männer des TSC Münster. Über die Relegation gelang ihnen in der vergangenen Serie der Aufstieg in die Oberliga, dort wollen sie sich nun etablieren. „Wir streben einen Mittelfeldplatz an“, sagt Peter Janotta. Über die Gegner weiß er noch nicht sehr viel. „Mancher wird für uns wohl als Wundertüte daherkommen. Es ist sehr schwierig, schon jetzt zu beurteilen, was auf uns zukommt. Aber 14 Siege in Reihe wie in der vergangenen Saison werden wir gewiss nicht schaffen“, fügt der Coach hinzu. Personell hat sich beim TSC wenig verändert. Alle sind gespannt auf den Auftakt beim letztjährigen Dritten Minden am Sonntag. „Das ist schon eine Standortbestimmung“, weiß Janotta.

Auch die Männer von BW Aasee bewegen sich ab morgen auf unbekanntem Terrain. Nach dem dritten Aufstieg in Folge möchte das Team von Trainer Ben Helmus in der Verbandsliga Fuß fassen. „Ziel ist ein Rang im Mittelfeld. Mit dem Abstieg sollten wir nichts zu tun haben“, glaubt Teamsprecher Fabian Schnelle. Aasee greift auf etliche ehemalige USC-Spieler zurück. Aktuell hat sich auch Daniel Füller den Blau-Weißen angeschlossen. Füller verfügt über Zweitliga-Erfahrung. Die beiden anderen Neuen, Jan Leifels und Johannes Vorwerk, trugen zuletzt das Trikot des Oberligisten Greven.

Die Frauen von BW Aasee verdanken ihren Verbandsliga-Status einem glücklichen Umstand. Ein Ligaplatz-Tausch mit Everswinkel verhinderte den Abstieg der Münsteranerinnen. „Darüber sind wir sehr froh“, erklärt Coach Carsten Keil. „Allerdings“, so fügt er hinzu, „stehen wir erneut vor einer schwierigen Spielzeit. Es wird wohl erneut um den Klassenerhalt gehen.“ Zu- und Abgänge halten sich bei Aasee die Waage. Mit großem Interesse wird Keil die Entwicklung von Franziska Merten verfolgen. Die erst 15-Jährige spielte sich in den vergangenen Monaten konsequent in den Vordergrund. Sie besutzt ein Doppelspielrecht und kann somit auch im Oberliga-team des USC Münster zum Einsatz kommen.

Genau dort freut sich Trainer Till Kittel über den Zuwachs aus der Nachbarschaft. „Franziska ist ein großes Talent. Mal abwarten, wie sie sich weiterentwickelt“, sagte der 29-Jährige. Kittel ist neu bei den Unabhängigen und steigt gleich richtig ein: Im Bundesligateam des USC wird er Trainer Axel Büring als Assistent zur Seite stehen.

In der „Dritten“ löst er Nils Westphal als Coach ab. Der Münsteraner leistete in der vergangenen Saison ganze Arbeit. Überraschend schloss der USC das Klassement auf dem dritten Platz ab. „Das ist mal eine Vorgabe. Wir würden dies gern wiederholen“, sagt der Neue selbstbewusst. Kittel wird mit seiner jungen Mannschaft vier Mal in der Woche trainieren. Gespannt ist er auf die Leistungen im Zuspiel. „Da sind wir völlig neu besetzt.“ Für Sabine Berkemeier, die den Sprung ins Zweitligateam schaffte, und Maike Südmersen, die sich für mehrere Monate im Ausland aufhält, werden in der Spielzeit 2008/09 Pia Holzgreve und Franziska Merten stellen. Neben Merten sind auch Lea Adolph und Marlene Möller (Stammverein Lüdinghausen) mit einem Doppelspielrecht ausgestattet.

Eine Klasse tiefer als die dritte Mannschaft des USC beginnen die Frauen des TSC Münster den Kampf um Meisterschaftspunkte. Trainiert werden sie von Michael Spratte. Der erfahrene Coach betreute in der vergangenen Serie noch den Frauenzweitligisten Warendorfer Sportunion.

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