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UBC beschenkt sich selbst

Von Hanna Dieckmann

Münster. Für den UBC kann Weihnachten kommen. Denn auch über die Feiertage und bis ins neue Jahr grüßen die Regionalliga-Basketballer von der Tabellenspitze. „Der Blick auf die Tabelle macht zur Zeit besonders Spaß“, freute sich UBC-Coach Götz Rohdewald nach dem 98:61-Sieg seiner Mannschaft gegen „Kellerkind“ SV Brackwede.

Doch auch in Zeiten des sportlichen Erfolges bleibt Götz Rohdewald kritisch: „Nach einem guten Start in die Partie haben wir es nicht geschafft, durchgehend aggresiv zu spielen“, resümierte der Trainer und ärgerte sich über die unnötige Schwächephase seiner Mannschaft. Tatsächlich versäumten es die UBC-Spieler die zeitweilige 15:4-Führung konsequent weiter auszubauen. Vielmehr schaffte es der Tabellenvorletzte, sich ins Spiel zurück zu kämpfen, so dass der UBC nach 15 Spielminuten nur noch mit 25:24 in Front lag. „Wir haben plötzlich nicht mehr getroffen, Brackwede sagegen hat zwölf Punkte in Folge gemacht“, analysierte der Trainer, der monierte, dass seine Schützlinge in dieser Phase zu lasch gespielt hätten. „Ich bin auch ein bißchen sauer geworden“, berichtete Rohdewald von seiner Pause-Ansprache. Und diese zeigte prompt Wirkung. In den letzten fünf Minuten vor der Halbzeit schraubte sein Team die Führung deutlich in die Höhe. Das Zwischenergebnis von 53:30 nach zwei Vierteln rückte die Kraftverhältnisse der beiden Teams wieder gerade. Das Problem seiner Mannschaft konnte Rohdewald indes schnell benennen: „Das war kopfbedingt. Brackwede war nicht der stärkste Gegner und die Spieler haben wohl gemeint, es spiele sich von alleine“, wußte der UBC-Coach um die Gefahr beim Spiel gegen vermeintlich „Kleine“.

Bis auf den kleinen Einbruch konnte der Trainer aber äußerst zufrieden mit der Leistung seines Teams sein. Vor allem durch viele Ballgewinne und druckvolles Spiel leitete der UBC im dritten Viertel den Sieg ein. „Ich bin sehr zufrieden, vor allem in Hinblick auf die Tabellensituation“, zeigte sich der Trainer des Ligaprimus trotz leichter Kritik letztlich hochzufrieden. Sein Team habe zu 70% gut gespielt und sich letztlich überzeugend verkauft. Dass der UBC nun als Tabellenführer überwintert, gibt zusätzlich Grund zur Freude. „Die Spieler fühlen sich jetzt einfach besser, sie haben mehr Selbstvertrauen“, weiß Rohdewald. Die Kehrseite der Medaille sei nun aber der wachsende Druck. Doch angesichts der erfreulichen Entwicklungen zum Jahresende will man sich darüber beim UBC keine grauen Haare wachsen lassen.

Ein besonderes Lob verdienten sich am Samstagabend indes Atila Göknil und Guido Narendorf. „Die beiden haben sehr gut gespielt und wichtige Punkte gemacht“, freute sich Götz Rohdewald, der es gegen den SV Brackwede allen seinen Spielern gleiche Spielanteile ermöglichte. Sozusagen ein vorweihnachtliches Geschenk des Trainers an seine Spieler.

Punkte für den UBC: Arnst (17), Göknil (15), Cozzo (14), Bohlmann (14), Narendorf (13), Sprünken (10), Buschmeier (9), Berkow, Peters (je 2).

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