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Bundestagswahl News

Überhangmandate

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Sie sorgen seit Jahren für Streit und sollen deshalb abgeschafft werden: Doch bei der Bundestagswahl 2009 könnten die sogenannten Überhangmandate noch einmal zum Zünglein an der Waage werden. Überhangmandate entstehen, wenn eine Partei mehr Direktmandate erhält als ihr nach dem Anteil der abgegebenen Zweitstimmen zustehen würden. Ausschlaggebend ist das deutsche Wahlrecht, dass eine Kombination von Direktwahl und Verhältniswahl vorsieht - die Hälfte der insgesamt 598 Sitze im Bundestag wird durch die Kandidaten aus den Wahlkreisen besetzt, die von den Wählern mit der Erststimme bestimmt werden. Über die Vergabe der übrigen 299 Sitze bestimmen die Listen der jeweiligen Parteien. Die Erfahrung zeigt, dass nur die großen Parteien CDU und SPD von Überhangmandaten profitieren, da ihre Kandidaten in den Wahlkreisen in der Regel die Mehrheit der Stimmen erhalten. Problem: Stirbt der Inhaber eines Überhangmandates, dann fällt dieser Sitz weg. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts muss das deutsche Wahlrecht überarbeitet werden, allerdings erst nach der Bundestagswahl.

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