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Dichtigkeit

Überprüfung nur bei Verdacht

Hilmar Riemenschneider

Düsseldorf - Für Eigentümer älterer Häuser soll es keine grundsätzliche Pflicht zur Dichtheitsprüfung ihrer Abwasserrohre geben. Lediglich bei „begründetem Verdacht“ müssen sie eine Überprüfung beauftragen. Kategorisch sollen die Untersuchungen aber für einen Neubau vorgeschrieben werden.

Auf diese Eckpunkte konzentriert sich der von CDU und FDP formulierte Gesetzentwurf, mit dem sie eine Alternative im Streit um die Dichtheitsprüfung präsentieren.

Stimmt die CDU-Fraktion den Entwurf heute zu, kann er im Januar vom Landtag in erster Lesung behandelt werden. Damit kommen die beiden Oppositionsparteien Umweltminister Remmel zuvor, der vergangene Woche seinerseits eine Neufassung des Landeswassergesetzes angekündigt hatte.

Von der grundsätzliche Verpflichtung, dass Abwasserrohre dicht sein müssen, weichen auch CDU und FDP nicht ab. Der Verzicht auf die obligatorische Prüfung von rund 200 000 Kilometern privater Abwasserkanäle in NRW findet auch Sympathie bei SPD-Abgeordneten. Allerdings sorgt der Kurswechsel von FDP und CDU für Unmut bei vielen Handwerkern, die in Gerät investiert hatten. Sie drohen mit Schadenersatzklage.

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