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Überraschungssieg auf letzten Metern

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Ahlen. Belgischer Überraschungssieg auf dem letzten Meter: Bis zum Schluss machten es die Akteure der siebten internationalen Münsterland-Tour für Junioren am Freitagabend spannend und ermittelten den Sieger der Ahlener Startetappe erst auf den letzten Zentimetern. 118 Fahrer aus sechs Nationen waren an diesem Tag auf dem Westfalendamm an den Start der 79 Kilometer langen Startetappe gegangen, angefeuert von zahlreichen Zuschauern entlang des 4,4 Kilometer langen Rundkurses. Mit dem Pott’s-Leeze-Junior-Team aus Ahlen und Beckum waren auch heimische Akteure mit von der Partie, die von Anfang an gefordert waren, dem hohen Tempo des Feldes standzuhalten, das mit zahlreichen Nationalfahrern und Fahrern von Weltklasseniveau bestückt war.

Die Zielrichtung der „Leeze-Mannschaft“ war klar: „Uns ist bewusst, dass wir uns auf dieser Rundfahrt nicht mit den Nationalteams werden messen können. Aber wir wollen uns dem Publikum dennoch präsentieren und im Renngeschehen das ein oder andere Wörtchen mitreden“, gab Kirsten Beßmann-Wernke, sportliche Leiterin der heimischen Nachwuchsmannschaft vor. Diesem Motto getreu versammelte sich das „Leeze-Team“ anfangs in vorderster Front. Im weiteren Rennverlauf wurde das Tempo hingegen im wesentlichen von der Konkurrenz bestimmt. Die Nationalteams aus Belgien und Deutschland, Bodysol-Lotto, Team Avia-Waasland (beide Belgien) sowie zahlreiche belgische und niederländische Regionalteams und Landesverbände Deutschlands sorgten während des gesamten Rennens für ein sehr hohes Renntempo auf dem winkligen Rundkurs, welchen die ersten Fahrer nach 1:45:02 Std. mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 42 km/h absolvierten. Immer wieder hatten zuvor einzelne Fahrer versucht sich vom Hauptfeld zu lösen und sich in einer Fluchtgruppe zu organisieren. So auch Florenz Knauer vom Nationalteam Deutschland, der zusammen mit sechs weiteren Fahren aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden einen Angriff forcierte und sich mit der Gruppe einen Vorsprung von bis zu 40 Sekunden erarbeitete. Die eingebauten Sprintwertungen konnte der junge Knauer für sich entscheiden und sich somit nach dem Rennen das Trikot des Führenden der Sprintwertung überstreifen. Eine vorzeitige Entscheidung der Startetappe ließ das Feld hingegen nicht zu und erhöhte das Tempo abermals zum richtigen Zeitpunkt. Kurz vor Schluss waren somit wieder alle beisammen, bis sich einige Kilometer vor Ende nochmals eine kleine Ausreißergemeinschaft bildete und sich einen kleinen Vorsprung bis ins Ziel rettete, bei dessen Passage es zum finalen Sprint kam. Völlig überraschend stach dabei einer hinaus, der selbst vorher nicht damit gerechnet hatte: Tim Deelercq vom belgischen Avia Team Waasland war der glückliche Gewinner der ersten Etappe und zeigte der Konkurrenz an diesem Abend, wie man einen beherzten Schlusssprint zu setzen hat. Pech hatte das „Pott’s-Leeze-Team“ drei Runden vor Schluss. Michael Brehe, der bis dahin ein sehr starkes Rennen fuhr, musste auf ein Ersatzrad umsteigen, nachdem ihm die Kette gerissen war. Beklatscht vom heimischen Publikum erreichte der Dolberger das Ziel kurz hinter dem Hauptfeld. Der Beckumer Alexander Nordhoff erreichte mit seinen übrigen Teamkameraden das Ziel der ersten Etappe im Hauptfeld. Nachdem bereits einige Fahrer die Rundfahrt beenden mussten, da sie zu weit zurückgefallen waren, wurde die Rundfahrt für die übrigen Rennfahrer bereits einen Tag darauf mit einem schweren Zeitfahren in Beckum fortgesetzt, welches die Gesamtwertung neu sortieren sollte.

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