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Rot-Weiss Essen

Unfall soll repariert werden

Zehn Jahre nach dem Tiefpunkt der Vereinsgeschichte (Absturz in die Oberliga) ist der Traditionsverein Rot-Weiss Essen wieder in der 4. Liga angekommen – wenn auch diesmal „nur“ in der Regionalliga West...

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Zehn Jahre nach dem Tiefpunkt der Vereinsgeschichte (Absturz in die Oberliga) ist der Traditionsverein Rot-Weiss Essen wieder in der 4. Liga angekommen – wenn auch diesmal „nur“ in der Regionalliga West. Gleich zwei Abstiege in Serie hat der Deutsche Meister von 1955 hinter sich.

Selbst das Minimalziel „Qualifikation für die eingleisige 3. Liga“ hatten die Rot-Weiß in der abgelaufenen Saison am letzten Spieltag durch eine bittere 0:1-Heimniederlage gegen den bereits abgestiegenen VfB Lübeck verpasst. Doch das ist schon wieder Vergangenheit! Das erklärte Ziel Wiederaufstieg gehen Fans und Verantwortliche an der Hafenstraße mit viel Optimismus an.

Bis auf wenige Ausnahmen – wie beispielsweise die Lorenz-Brüder Michael und Stefan sowie Markus Kurth, Jozef Kotula und David Czyszczon – wurde nahezu der komplette Kader ausgetauscht. Geblieben ist die sportliche Führung. Ex-Nationalspieler Thomas Strunz, zuletzt als Sportlicher Berater für die Kader-Zusammenstellung verantwortlich, wurde nun mit einem Langzeit-Vertrag als „Geschäftsführer Sport“ ausgestattet, der im Erfolgsfall bis 2014 läuft. Weiterhin Trainer ist Michael Kulm, der bereits in der abgelaufenen Rückrunde das Amt vom glücklosen Heiko Bonan übernommen hatte, den Abstieg aber nicht mehr verhindern konnte. Zuvor hatte Kulm die Weichen Richtung Aufstieg der Essener Verbandsliga-Elf in die NRW-Liga gestellt, die er als ungeschlagener Tabellenführer verließ.

„Alle erklären uns zum Favoriten und sei es nur, um von eigenen Ambitionen abzulenken. Das werte ich als Respekt und Anerkennung. Wir werden alles tun, um dieser Rolle gerecht zu werden und unser großes Ziel, den Aufstieg in die 3. Liga, zu erreichen“, sagte Kulm, der sich für Rot-Weiss von seinem Beruf als Kriminal-Hauptkommissar (Spezialgebiet: Spurensuche) bei der Bochumer Polizei hat freistellen lassen.

Dass die Rot-Weißen bei der Kaderzusammenstellung möglicherweise ein glückliches Händchen hatten, scheint ein Blick auf das erste Saison-Spiel bei den Sportfreunden Lotte (4:1) zu bestätigen. Für die vier Essener Treffer waren dabei zwei Neuzugänge erfolgreich. Geburtstagskind Stefan Kühne (wurde am Spieltag 28) und Sascha Mölders trugen sich je zwei Mal in die Torschützenliste ein. „Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir sehr druckvoll gespielt, gute Kombinationen gezeigt und in der Abwehr nichts zugelassen“, analysierte Kulm zufrieden: „So kann es weiter gehen“.

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